Japan im Nova-Zeitalter

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Geschichte

Der N-Day in Japan

Der N-Day erwischt Japan ebenso unvorbereitet wie alle anderen Staaten in der Welt. Die japanische Regierung ist unschlüssig wie mit den Mutanten umgegangen werden soll, die Fähigkeiten zeigen, die jenseits aller menschlichen Möglichkeiten sind.

Der große Crash

Auf dem Weg zu einer Besprechung mit dem russischen Wirtschaftsausschuss erleidet der russische Präsident Boris Yeltsin am 18 Februar 1999 einen Herzinfarkt und verstirbt kurz darauf. Durch seinen Tod und das folgende Chaos erleidet Russland einen totalen wirtschaftlichen Kollaps und die Auswirkungen reissen die bereits geschwächte Weltwirschaft mit sich in den Abgrund. Der Moskau Crash, wie er später genannt werden wird, verursacht die weltweit grössten Börsen und Marktwertverluste eines Tages aller Zeiten. Die Weltwirtschaft rutscht in eine massive Rezession. Andrej Srebianski, der bisherige Stellvertreter Boris Yeltsins wird neuer Präsident Russlands. Bis zum April vervierfacht sich die Arbeitslosigkeit weltweit.

Saisho

Am 21 November 1999 verkündet Japan den Neubeginn, auf japanisch Saisho genannt. Die japanische Regierung subventioniert die Gehälter und Investitionen von Firmen, die Novae im Bereich Forschung und Entwicklung einstellen in der Hoffnung, das die neue moderne Technologie die japanische Wirtschaft retten wird. Das Projekt Saisho ist ein voller Erfolg und innerhalb weniger Jahre gewinnt Japan die Position des Weltmarktführers in neuer Technologie zurück.

Weiterhin erfolgt eine Rückbesinnung auf alte Werte, der Bushido, der Weg des Samurai erlangt wieder ein enormes Gewicht im täglichen Leben der Japaner und auch die Hauptstadt Tokio wird wieder in Edo umbenannt.

Der Kaiserpalast im Zentrum Edos mitsamt seinen ihn umgebenden Gärten und Anlagen wird zur "verbotenen Stadt" erklärt.

Als ein Teil von Saisho wird ebenfalls das Japanische Team Nippontai vorgestellt.


Nova Gruppierungen

Projekt Utopia

Japan war schon immer ein zutiefst xenophobes Land und gehört zu den wenigen Nationen der ersten Welt, in denen Projekt Utopia im Allgemeinen und Team Tomorrow im speziellen nicht gerne gesehen sind, da sie von Japanern eher als Barbaren angesehen werden und auch keine Anhänger des Bushido sind.

Nachdem Projekt Utopia beratendes Mitglied der Vereinten Nationen wird und die Aufgabe übertragen bekommt, weltweit die technologische Entwicklung zu überwachen und die Entwicklung und den Verkauf von sogenannter Blacktech zu unterbinden, verschärft sich die Situation dramatisch, da viele der Neuentwicklungen japanischer Firmen auf dieser Blacklist sind.

Offiziell beugt sich die japanische Regierung der weltweiten Forderung nach Überwachung von Blacktech, aber später kommt es immer wieder zu Konfrontationen zwischen der UN, Projekt Utopia und der japanischen Regierung, der vorgeworfen wird, viel zu wenig gegen den Blacktech Schwarzmarkt, kontrolliert von der Yakuza, zu unternehmen.

Als Folge davon wird den Mitgliedern von Team Tomorrow eine Einreise in Japan generell nicht gestattet. Einzige aktuelle Ausnahme ist Geisha, eine gebürtige Japanerin und die Chefdiplomation von Team Tomorrow Asia. Ihr wurde schon mehrfach angeboten, in die Dienste von Nippontai zu wechseln, bisher hat sie es aber vermieden, offiziell zu diesen Angeboten Stellung zu beziehen.

Nippontai

Nippontai, das Banner Japans, ist die Samuraigarde des Kaisers. Das Team besteht aus etwa 7 Novae und wird angeführt von Ryu, einem Hünen und Gestaltwandler. Die Mitglieder von Nippontai folgenden dem Bushido, dem Weg des Kriegers. Durch ihre starke Präsenz in den Medien und ihr Verhalten sind die sieben Tugenden der Samurai zu neuer Blüte gelangt.

Hauptquartier von Nippontai ist die Festung in den Wolken. Diese ist in einen Berggipfel gebaut und in der Form alten Pagodenfestungen nachempfunden, jedoch geschaffen aus modernsten Materialien. Es führt keine Straße dort hin und es gibt auch keine Helikopterlandplätze. Man sagt, die erste Prüfung, um Nippontai beizutreten, sei es, die Festung zu erreichen.

Religion

Die vorherrschenden Religionen in Japan sind auch im Novazeitalter der Shinto-Glaube und der Buddhismus. Aber auch alle anderen Weltreligionen sind mehr oder weniger stark vertreten und akzeptiert.

Kamisama Buddhismus

Mehr noch als die ständigen bevormundungsversuche von Projekt Utopia irritiert die japanische Regierung eine neue Religion in Japan, genannt Kamisama Buddhismus und dessen Ziele für die Zukunft Japans.

Eine relativ neue Bewegung, angeführt von Bodhisatva Masato, einem Nova, unter anderem ein Erfinder mehrerer sich selbst erhaltender Energiequellen, der von sich behauptet, dass er ausreichend erleuchtete Personen eruptieren lassen kann. Seine Philosphie besagt, dass Novae von den Kami (siehe Shintoismus) beseelt sind und er hat in den vergangenen Jahren sehr viele Anhänger um sich scharen können.

In mindestens einem Fall ist es dokumentiert, dass ein junges Mädchen tatsächlich in dem Moment eruptierte, in dem er sie berührte um eben jene Eruption auszulösen. Experten sind sich immer noch nicht sicher, wie er dies bewerkstelligt hat. Zwei weitere Novae beschwören das er ihnen ihre Fähigkeiten verliehen hat. Sollte dies der Wahrheit entsprechen, wäre er in der Lage Novae zu erschaffen und damit der mächtigste Nova der Welt.

Der Kamisama Buddhismus ist die am schnellsten wachsende religiöse Bewegung in Japan, wenn nicht der Welt und allein in Japan gehören hunderttausende Anhänger dieser Glaubensrichtung an, darunter auch einige Mitglieder von Nippontai.

Tägliches Leben

Grundhaltung der Menschen

Es ist in Japan, anders als in der westlichen Welt, üblich, sich an dem zu erfreuen, was man hat und nicht, sich über das zu ärgern, was man nicht hat. Dies führt zu einer positiven Grundhaltung der Menschen und zu einer gewissen Grundzufriedenheit, die man in vielen Aspekten der Gesellschaft bemerkt.

Etikette

Schon vor dem Saisho waren Etikette in Japan etwas sehr wichtiges. Wer sich nicht an sie hält, wird sehr schnell zum Außenseiter. Er wird zwar nie direkt und offen unhöflich behandelt, aber wird sehr schnell spüren, dass er etwas falsch gemacht hat und große Schwierigkeiten bekommen, seinen Willen durchzusetzen.

Wenn man Zeuge von etwas wird, das nicht für einen bestimmt ist, so wird es ignoriert.

Das Erstarken des Bushido und der alten Werte hat dafür gesorgt, dass sich dies noch verstärkt hat.

Die sieben Tugenden sind keine Lippenbekenntnisse sondern werden wirklich gelebt.

Bushido

Die sieben Tugenden des Bushido sind:

  • Gi (義): Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit
  • Yu (勇): Mut
  • Jin (仁): Güte
  • Rei (礼): Höflichkeit
  • Makoto (誠) oder Shin (真): Wahrheit und Wahrhaftigkeit
  • Meiyo (名誉): Ehre
  • Chūgi (忠義): Treue oder auch Chū (忠): Pflicht und Loyalität

Diese werden vom kaiserlichen Hof und Nippontai vorgelebt und haben viel Zuspruch und viele Anhänger in der Bervölkerung

Politik

Japan ist eine parlamentarische Monarchie. Im Gegensatz zu westlichen Monarchien besitzt Kaiser Akihito hier jedoch echte Macht, die er auch tatsächlich ausübt.

Seit er neue Leibärzte hat, erweist er sich trotz seines hohen Alters als sehr agil und als fähiger und weiser Herrscher, auch wenn gerade seine Entscheidung, Team Tomorrow den Zutritt zu Japan zu verwähren im nicht nur Beifall eingebracht hat.

Es gibt seit einigen Jahren wieder einen echten kaiserlichen Hof und die Verbotene Stadt, wie der kaiserliche Palast im Herzen Edos genannt wird, ist dessen Sitz.

Auch wenn Tradition groß geschrieben wird, so hat es in den letzten Jahren doch einige bauliche Veränderungen gegeben, nicht zuletzt der New Edo Shrine des Kamisama Buddismus, direkt am Rand der verbotenen Stadt, der als Hauptschrein dieser Religion gilt.

Ein weiteres Sorgenkind des japanischen Kaisers sind die Unabhängigkeitsbestrebungen der Ainu, eine Art japanischer Inuit ganz im Norden Japans auf Hokkaido. Es gibt Gerüchte, das deren Bemühungen von einer Nova unterstützt werden.

Technologie

Japan ist weltweit führend im Bereich moderner Techonologien. Smartphones sind an der Tagesordnung, persönliche digitale Assistenten (Siri in besser) ebenfalls. Es existieren die ersten fliegenden Autos und Motorräder, diese sind aktuell aber den obersten 500 des Landes vorbehalten.

Shopping Malls sind mit elektronischen Systemen ausgestattet, die Kunden erkennen und auf den Datenbrillen oder, falls diese nicht vorhanden sind, auf den Schaufenstern, die Produkte, vor allem die Kleidung, direkt am Körper des Kunden zeigen. Das hat schon für den ein oder anderen Skandal gesorgt.

Lebenssituation

Echte Armut ist in Japan nicht vorhanden. Es gibt Menschen, die wenig besitzen, aber niemand muss hungern oder auf der Straße schlafen.

Das größte Problem, vor allem in Edo, ist Platz. Selbst wohlhabende Familien verfügen meist über vergleichsweise kleine Wohnungen. Die Bevölkerungsdichte liegt in Japan mit 337 Einwohner pro km² nahe der Indiens (385) und weit über dem, was wir aus Deutschland gwohnt sind (230). Insbesondere in Edo (Tokyo) liegt die Dichte mit etwa 14500 Einwohner pro km² weit über jeder Stadt in Deutschland (Vergleich: Essen 2772, Berlin 3987, München 4400).

Klima

Japan hat ein gemäßigtes Klima, das dem hiesigen Klima ähnelt. Bedingt durch die Meeresnähe und die den hohen Gebirgszug sind die Wetterumbrüche jedoch wesentlich heftiger und spontaner.

Ganz Japan liegt in einem von Erdbeben gefährdeten Gebiet.

Organisiertes Verbrechen

Die Yakuza hat das organisierte Verbrechen in Japan noch immer in fester Hand. In den letzten Jahren ist die Familie des Nakato Gumi Clans sehr erstarkt und es ist ein offenes Geheimnis, dass dieser Clan mindestens einen Nova in seinen Diensten hat.

Es gibt Anzeichen dafür, dass die Yakuza im Allgemeinen und die Nakato Gumi im speziellen mit verschiedenen anderen internationalen Banden wie den Vori aus Russland und den Triaden auch China kooperieren.

Feiertage

Januar

  • Neujahr (元日ganjitsu, gantan oder 新年 shinnen): 1. Januar
    Am japanischen Neujahrstag gibt es traditionell ein Familienessen mit besonderen Speisen, die symbolische Bedeutungen haben, wie zum Beispiel lange Buchweizennudeln für ein langes Leben.
    Außerdem steht in der Regel ein Besuch an einem Shintō-Schrein (hatsumōde) auf dem Programm. Allerdings muss man dafür besonders vor großen und beliebten Schreinen Menschenaufläufe und Gedränge in Kauf nehmen. Vor japanischen Schreinen (deren Gebäude man nicht betritt) wird Münzgeld geopfert, indem man es in eine dafür aufgestellte Holzkiste wirft. Mancherorts wird speziell für diesen Tag ein zweiter oder größerer aufgestellt, um alles Geld aufzunehmen. Im Meiji-Schrein in Tokio wird sogar extra die Fläche einer Dreiraumwohnung mit Plastikplane ausgeschlagen, da dort der Andrang besonders groß ist. Um Mitternacht, wenn in Europa die Feuerwerke beginnen, beginnt hier der Geldregen. Nachdem die Besucher teilweise schon stundenlang im Hof des Schreins gewartet haben, wird um 24 Uhr eine Glocke geschlagen. Darauf hin werfen alle in Reichweite des Geldkastens mit Münzen, vornehmlich denen zu 5 Yen, da diese als besonders glücksbringend angesehen werden. An diesem Tag kann man auch viele Japaner im traditionellen Kimono auf den Straßen sehen. Auch die folgenden Tage gelten noch als Feiertage, und somit ist Neujahr eine der drei Hauptferienzeiten in Japan, neben der „Goldenen Woche“ um den 1. Mai und O-bon im August. Fast alle Firmen und Behörden machen vom 29. Dezember bis zum 3. oder 5. Januar Betriebsferien. Am 1. Januar bleiben fast alle Geschäfte geschlossen.
    Zu diesem Feiertag werden auch die Häuser und Autos geschmückt. Sehr beliebt sind dafür Bündel von Bambus, goldene Papiervögel und nach Schrein-Art gefaltetes Reispapier. Auch beginnt mit Neujahr ein neues Tierkreiszeichen, die in Japan nur jährlich wechseln. Deshalb sind auch Bilder und Statuen des jeweils neuen Tiers sehr beliebt, das Tier ist auch Hauptmotiv auf den an sämtliche Bekannten verschickten Neujahrskarten.
  • Neujahrsparade der Feuerwehr in Edo, 6. Januar: Edoer Feuerwehrleute vollführen tollkühne und akrobatische Kunstücke auf Bambusleitern.
  • Usokae Festival, 7. Januar: Gimpeltausch und Festival am Dazaifu-Tenman-gu-Schrein in der Fukuoka-Präfektur.
  • Toka-Ebisu-Festival in Osaka, 9.-11. Januar: Feier am Imamiya-Schrein die geschäftlichen Erfolg für das kommende Jahr bringen soll.
  • Grasfeuerfest in Nara, 15. Januar: Um neues Wachstum zu beschwören wird altes Gras auf dem Berg Wakakusayama verbrannt
  • Tag der Erwachsenen (成人の日 seijin no hi): Am zweiten Montag im Januar (bis 1999 am 15. Januar, Feiertag seit 1948) An diesem Tag sieht man viele 20-jährige (genauer all diejenigen, die in diesem Kalenderjahr zwanzig Jahre alt werden) im Kimono auf dem Weg zum Rathaus, wo eine Zeremonie zur Feier der Volljährigkeit stattfindet. Für viele junge Japanerinnen ist dies neben der Hochzeit die einzige Gelegenheit, zu der noch ein Kimono angelegt wird.

Februar

  • Setsubun (節分): 3. Februar
    Nach dem Mondkalender beginnt an diesem Tag der Frühling (立春, risshun), obwohl es die kälteste Zeit in Japan ist. Traditionell wirft der Familienvorstand innerhalb und außerhalb des Hauses Bohnen und ruft dabei fuku wa uchi, oni wa soto. (「福は内、鬼は外。」, dt. „Glück herein! Böse Geister heraus!“). Fenster und Türen sind dabei geöffnet. Anschließend isst man die Bohnen, je Lebensjahr eine. An vielen Tempeln und Schreinen (vor allem an den Kannon-Tempeln) finden an dem Tag Feste statt, an denen auch Bohnen geworfen werden.
  • Laternenfest in Nara, 3. oder 4. Februar: Wunderschönes Fest, das jedes Jahr viele Besucher anzieht, bei dem über 2500 Laternen am Kasuga-Schrein angebracht werden.
  • Yuki Matsuri in Hokaidos Hauptstadt, Sapporo, Erster Februar-Samstag: Skulpturen aus Schnee und Eis werden jedes Jahr beim Schneefest im Odori Park aufgestellt.
  • Gedenktag der Reichsgründung (建国記念の日 kenkoku-kinen no hi): 11. Februar; staatlicher Feiertag seit 1966.
  • Saidai-ji Eyo Matsuri, das Fest der Nackten, 3. Samstag im Februar: Eines der ungewöhnlichsten Feste überhaupt, bei dem sich Männer jeden alters nur bekleidet mit dem fundoshi (Lendenschutz) im Saida-ji-Tempel in völliger Dunkelheit um ein paar geweihte Holzstäbe balgen, die von Priestern in die Menge geworfen wurden.

März

  • Omizu-tori, das Wasserschöpf-Festival in Nara, 1. - 14. März: Rituelles Wasserschöpfen um 2 Uhr Nachts zu Musik im Todai-ji-Tempel.
  • Puppenfest (雛祭, hinamatsuri): 3. März
    Es werden Puppen (人形, ningyō) in historischen Kimonos ausgestellt. Dieser Feiertag ist den Mädchen gewidmet. Dem Aberglauben nach nehmen die Puppen böse Geister in sich auf und schützen so die Besitzer. Der Ursprung des Feiertags liegt im nagashiBina (流し雛, dt. „Treibenlassen von Puppen“), man setzt an diesem Tag Papierfiguren in ein Boot im Fluss, das dann die bösen Geister mitnimmt. Traditionell wird an diesem Fest Amazake (甘酒, dt. „süßer Sake“) getrunken.
  • Kasuga-Schreinfestival in Nara, 13. März: Schrein-Jungfern vollführen einen über 1000 Jahre alten Tanz.
  • Frühlingsanfang (春分の日 shunbun no hi): um den 21. März
    Der Frühlingsanfang fällt zeitlich ungefähr zusammen mit der Kirschblüte (sakura), was in Japan ein wichtiges Ereignis ist und tagelang in den Medien besprochen wird. Der Frühlingsanfang selbst ist kein Grund zum Feiern, aber sobald, je nach Witterung mal früher, mal später, die japanischen Kirschbäume in den Parks blühen, ist die Hanami-Saison eröffnet. Für die Dauer der Blüte (die bei dieser Baumart nur wenige Tage dauert) trifft man sich mit Freunden und Kollegen abends unter den Bäumen, macht Picknick mit viel Sake und Sushi und manchmal auch der Karaoke-Maschine. Die Kirschblütenzeit wandert dabei innerhalb einiger Wochen von Süden nach Norden über Japan hinweg.
  • N-Day (新しい国家の日 Atarashī kokka no hi, Tag des neuen Volkes, 23. März) Der Tag, an dem die ersten Nova entstanden. Nicht nur in Japan, aber weltweit finden Feierlichkeiten mit großen Jahrmärkten, Shows mit Nova-Beteiligung, Feuerwerke etc statt. In Japan ist es üblich, sich an dem Tag in dem Kostüm oder der Maske des Lieblingsnovas zu zeigen.

April

  • Hana Matsuri, Buddhas Geburtstag, 8. April: Der Geburtstag Buddhas wird im ganzen Land gefeiert.
  • Takayama Matsuri in der Gifu-Präfektur, 14.-15. April: Fest am Hie-Schrein in Takayama mit wunderschönen Festwagen.
  • Yayoi Matsuri in Nikko, Tochigi-Präfektur, 16.-17. April: Fest am Futara-san-Schrein mit bunt geschmückten Wagen.
  • Shōwa-Tag (昭和の日 Shōwa no hi): 29. April
    Bis 1988 wurde an diesem Tag der Geburtstag des Shōwa-Kaisers (Hirohito) gefeiert. 1989, seinem Todesjahr, wurde der 29. April zum Tag des Grünens (みどりの日 midori no hi). Dieser wurde 2007 auf den 4. Mai verlegt, der auf Grund der kokumin-no-kyūjitsu-Regelung häufig ebenfalls arbeitsfrei war und der 29. April zum Gedenktag an den Shōwa-Kaiser. Am 29. April beginnt zugleich auch die so genannte Goldene Woche, die bis zum 5. Mai reicht und noch drei weitere Feiertage enthält. Viele werktätigen Japaner nehmen sich in diesem Zeitraum Urlaub, viele Firmen und Behörden schließen.

Mai

  • Verfassungsgedenktag (憲法記念日 kenpō kinenbi): 3. Mai. Feiertag seit 1948.
  • Tag des Grünens (みどりの日, midori no hi): 4. Mai
    Der 4. Mai war bis 2006 kein Feiertag an sich, war jedoch regelmäßig kokumin no kyūjitsu. 2007 wurde der Tag der Umwelt vom 29. April auf den 4. Mai verlegt und der 29. April zum Shōwa-Tag.
  • Hakata Dontaku Matsuri in Fukuoka, 3.-4.Mai: Umzug von Sagengöttern auf Pferden die von Kostümierten begleitet werden.
  • Hamamatsu Matsuri, das Flugdrachenfestival in Hamamatsu, 3.-5. Mai: Festival bei dem wunderschöne und bizarr wirkende Drachen durch die Luft fliegen.
  • Tag des Kindes (こどもの日 kodomo no hi): 5. Mai
    Zum Kindertag werden vor jedem Haus mit Nachwuchs Fahnen in Karpfenform aufgehängt, die sogenannten Koinobori. Es gibt jeweils für den Vater einen großen schwarzen, für die Mutter einen roten und jeden Sohn einen blauen, oft auch in verschiedenen Größen, je nach Alter. Ursprünglich hieß der Tag Tango no sekku (端午の節句}}) und war ein Festtag ausschließlich für Jungen. 1948 änderte sich jedoch die Bedeutung des Tages zu einem, an dem den Kindern Glück und Gesundheit gewünscht wird.
  • [Kanda Matsuri], Wochenende vor dem 15. Mai: Größtes Festival von Edo bei dem Schreine um das Viertel des Kanda-Myojin-Schreines getragen werden.
  • Aoi Matsuri, Stockrosen-Festival in Kyoto, 15. Mai: Prozession am Shimogamo- und Kamigamo-Schrein
  • Tosho-gu-Festival in Nikko, 17.-18. Mai: Spektakulärer Umzug von 3 Schreinen am Höhepunkt des Festivals, welche von 1000 Männern in Samurairüstung begleitet werden.
  • Sanja Matsuri in Edo, 3. Freitag- Sonntag im Mai: Ausgelassene Feierlichkeiten bei denen Einheimische den Asakusa-Jinja-Schrein durch die Straßen tragen.
  • Mifune Matsuri in Kyoto, 3. Sonntag im Mai: Schiffsfest auf dem Oi-Fluss.

Juni

  • Sanno Matsuri in Edo, 10.- 16. Juni: Schreine werden in einer Prozession um den Hie-Schrein getragen.
  • Reisanbau Fest in Südosaka, 14.Juni: Zeremonielles Reis anpflanzen von Mädchen in traditioneller Bekleidung.
  • Chagu-chagu Umakko, Pferdefest in Morioko, 15. Juni: Umzug von geschmückten Pferden zum Hachiman-Schrein.
  • Irei no hi (慰霊の日): Gedenktag, der an das Ende der Schlacht um Okinawa am 23. Juni 1945 erinnert.

Juli

  • Yamagasa Matsuri in Fukuoka, 1.- 15.Juli: Spektakuläres Rennen großer Wagen über 5 Kilometer
  • Sternenfest („Tanabata“): Am 7. Juli jeden Jahres wird das Sternenfest gefeiert, das auf eine chinesische Fabel von dem Kuhhirten und der Weberprinzessin zurückgeht. An diesem Tag werden Wünsche auf Zettel geschrieben und an Bambuszweige gehängt. Mancherorts werden die Zweige auf dem Fluss ausgesetzt und angezündet. (Mehr dazu hier.)
  • Nachi no Hi-Matsuri, Feuerfest in Nachi-Katsura, 14. Juli: Am Nachi-Schrein werden 12 Fackeln entzündet und von Priestern getragen.
  • Gion Matsuri in Kyoto, 17. und 24. Juli: Größtes Fest der Stadt mit Prozessionen und Wagen aus dem 17. Jahrhundert.
  • Tag des Meeres (海の日 umi no hi): Am 3. Montag im Juli. Dieser Feiertag wurde erst 1996 eingeführt, um die lange feiertagslose Zeit zwischen Mai und September aufzulockern. (Bis 2002 wurde er am 20. Juli gefeiert.)
  • Tenjin Matsuri in Osaka, 24. - 25.Juli: Fest am Tenman-gu-Schrein bei dem Schreine von Booten den Dojima Fluss hinunter gebracht werden.
  • Hanabi Taikai in Edo, Letzter Samstag im Juli: Unglaubliches Feuerwerk auf dem Sumida-Fluss, unbedingt früh einen Platz sichern.

August

  • Neputa Matsuri in Hirosaki, 1.- 7. August: Umzug von großen Pappmache-Figuren auf Wagen, eines der beliebtesten Festivals
  • Kanto Matsuri in Akita, 4.-7. August: Fest bei dem von Männern versucht wird Lampions auf Hüfte, Schulter und Stirn zu balancieren.
  • Sendai Tanabata in Sendai, 6.-8. August: Traditionelles Schmücken der Strassen mit Flaggen und Papierstreifen.
  • Bombenabwurf auf Hiroshima, Schweigeminuten im gesamten Land
  • Bombenabwurf auf Nagsaki, Schweigeminuten im gesamten Land
  • Awa-Odori in Tokushima, 12.-15. August: Wunderbares Fest bei dem 4. Tage lang gefeiert wird.
  • O-bon (お盆, obon): 13. August
    Buddhistischer Gedenktag für die Verstorbenen. Viele Japaner fahren dazu in ihren Heimatort, die meisten Firmen machen für einige Tage Betriebsferien, die etwa vier bis sieben Tage um den 13. August umfassen. Behörden und öffentliche Institutionen bleiben jedoch geöffnet, da in Japan eine strikte Trennung von Religion und Staat herrscht und sie daher religiöse Festtage ignorieren müssen.
  • Bon, das Fest der Toten, 13.-16. August: Fest der Toten bei dem Gräber neu geschmückt und auf öffentlichen Festen getanzt wird.
  • Daimoji-Freudenfeuer in Kyoto, 16. August: Das Ende des Toten Festes wird auf den Hügeln von Kyoto mit 5 großen Feuern angekündigt.

September

  • Hachiman-gu-Fest in Kamakura, 14.-16. September: Großer Umzug mit Wagen und Bogenschützen zu Pferde.
  • Tag der Ehrung der Alten (敬老の日 keirō no hi): Am dritten Montag im September (bis 2002 am 15. September). Dieser Tag ist seit 1966 Feiertag.
  • Herbstanfang (秋分の日 shūbun no hi): Um den 22. September.

Oktober

  • Kunshi Matsuri in Nagasaki, 7.-9. Oktober: Drachentanz der seinen Ursprung in China hat, sowie Wagenprozession am Suwa-Schrein.
  • Takayama Matsuri in der Gifu-Präfektur, 9.-10. Oktober: Erntefest mit Umzug am Hachiman-gu-Schrein von geschmückten Wagen.
  • Tag des Sports (体育の日 taiiku no hi): Am zweiten Montag im Oktober (bis 1999 am 10. Oktober, Jahrestag des Beginns der XVIII. Olympischen Sommerspiele in Tokio 1964). Feiertag seit 1966.
    An diesem Tag finden in vielen Schulen und Kindergärten Japans Sportfeste statt.
  • Kenka Matsuri in Himeji, 14.-15. Oktober: Spektakel am Matsubara-Schrein bei dem Jugendliche sich gegenseitig im mikoshi balancieren übertreffen.
  • Doburoku Matsuri in Shirakawa-go, 14.-19. Oktober: Erntefest bei dem viel getanzt und getrunken wird.
  • Nagoya-Fest in Nagoya-Stadt, Freitag-Sonntag mitte Oktober: Schöner Umzug von historischen Figuren quer durch die Stadt.
  • Tosho-gu Herbstfestin Nikko, 17. Oktober: Umzug eines Schreins der von Menschen in Samurairüstungen begleitet wird.
  • Jidai Matsuri, Fest der Zeitalter in Kyoto, 22. Oktober: Nachstellung der Stadtgeschichte am Heian-Schrein.
  • Kurama Matsuri, Feuerfest in Kyoto, 22. Oktober: Umzug von Kindern mit Fackeln der am Yuki-Schrein endet.

November

  • Karatsu Kunshi in Kyushu, 2.-4. November: Wagenparade am Karatsu-Schrein
  • Daimyo Gyoretsu in Hakone, 3. November: Prozession von Edo nach Kyoto
  • Tag der Kultur (文化の日 bunka no hi): 3. November (bis 1945 Gedenktag für den Geburtstag von Kaiser Meiji)
  • Sieben-Fünf-Drei (七五三, shichi go san): 15. November
    An diesem Tag ist es üblich, dass Eltern drei- oder siebenjähriger Mädchen sowie fünfjähriger Jungen mit diesen zum Shintō-Schrein gehen, um für deren Gesundheit, Sicherheit und glückliche Zukunft zu beten. In manchen Landesteilen kommen auch die dreijährigen Jungen mit. Dabei werden die Kinder in förmliche Kleidung gesteckt und es werden förmliche Fotos gemacht; außerdem kauft man spezielle Süßigkeiten und verteilt sie hinterher an Verwandte und Bekannte. Der Brauch entstand einst, um bei der damaligen hohen Kindersterblichkeit dem örtlichen Gott für das Überleben des Kindes zu danken. Heute werden jedoch statt des örtlichen oft größere, bekanntere Schreine in etwas weiterer Entfernung aufgesucht.
  • Arbeitsdank-Tag (勤労感謝の日 kinrō kansha no hi wörtlich Tag des Dankes der Arbeit): 23. November. Feiertag seit 1948. Datum des traditionellen Reissegens durch den Kaiser.

Dezember

  • On Matsuri in Nara, 15.-18. Dezember: Fest am Kasuga-Schrein
  • Geburtstag des Kaisers (天皇誕生日 tennō no tanjōbi): 23. Dezember (Geburtstag des jetzigen Kaisers Akihito, Feiertag seit 1989)
    Der Geburtstag jedes amtierenden Kaisers, des Tennō, ist für die Dauer seiner Regentschaft ein Feiertag, wird jedoch gelegentlich auch nach dessen Abtritt noch beibehalten (siehe Midori no Hi im Mai und Bunka no Hi im November). Am Geburtstag des derzeitigen Tenno wird ein Teil des Innenhofes des Kaiserpalastes für die Allgemeinheit geöffnet. (Die traditionelle Ansprache des Kaisers an sein Volk von einem verglasten Balkon des Kaiserpalastes aus findet jedoch nicht an seinem Geburtstag, sondern am 2. Januar statt, wofür der Innenhof ein weiteres Mal für die Allgemeinheit geöffnet wird.)
  • Namahage in Oga, 31. Dezember: Fest bei dem die Kinder von maskierten Männern ermahnt und erschreckt werden.
  • Okera-Mairi-Zeremonie in Kyoto, 31. Dezember: Am Yasaka-Schrein wird ein geweihtes Feuer entzündet, die Funken werden von Besuchern mit nach Hause genommen und für das eigenen Neujahrsfeuer verwendet.

Weiterführende Links (Realwelt)

Gebräuche und Sitten

1 EP für Andreas wg Wiki-Arbeit