Kapitel 0: Auftaktgeplänkel

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Kapitel 0: Auftaktgeplänkel

Fast sieben Monate sind vergangen, seit der Anschlag auf die U-Bahn von Edo ganz Japan erschüttert hatte. Seit Naginata in den Nachwehen der Aufräumarbeiten vor die Fernsehkameras trat und verkündete, dass Novae keine Götter, keine Kami seien und damit ein religiöses Schisma im Kamisama Buddhismus auslöste, jener Religion, die Novae als "von Kami beseelt" verehrt und deren Gründer Bodhisatva Masato behauptet, bei Baselines Eruptionen auslösen zu können, wenn diese denn nur ausreichend erleuchtet sind.

Die Ermittlungen gegen die Hintermänner des Anschlages haben bisher nicht zu belastbaren Ergebnissen geführt, auch wenn viele Personen zumindest kurzzeitig verhaftet wurden. Zwei Unterschlupfe von angeblichen Terroristen wurden gestürmt. Ob es sich nun um Nova-Terrorismus oder um mehr mundane Hintergründe handelt, ist noch nicht bekannt und wurde mehrfach unterschiedlich in den Medien verlautbart. Die Stimmung im Land droht, sich gegen Nippontai zu wenden, die für die Ermittlungen verantwortlich sind. Gerade die Entscheidung von Kaiser Akihito, die Hilfe von Team Tomorrow abzulehnen und damit den Senat zu überstimmen, hat ihn einige Sympathien gekostet. Viele reden davon, dass T2M bei einem anderen Vorfall doch innerhalb weniger Tage die Schuldigen ausgemacht und bestraft hatte und ihnen das hier sicherlich ebenfalls gelungen wäre.

Die Wogen von Naginatas Äußerung konnten recht gering gehalten werden, allen voran dadurch, dass Bodhisatva Masato verkündete, dass die Kami entschieden hätten, auch diese Denkrichtung sei für den Moment notwendig und man solle die Anhänger friedlich ihren Weg finden lassen. Dennoch sind viele seiner Anhänger wütend auf Naginata, die so offen die Göttlichkeit ablehnt, die ihr inne wohnt, und die die Anhänger begehren.

Der Werbespot

Das Restaurant
Und nun hatte die PR Abteilung von Nippontai entschieden, dass gerade Naginata es sein sollte, die in einem neu zu drehenden Werbespot für Nippontai Stimmung machen sollte. Ein Werbespot, der in einem Restaurant der Suiten-gu Kette gedreht werden sollte, einer Restaurantkette, deren Establishments Shintoschreinen nachempfunden waren, die aber nichts religiöses an sich hatten. Ein weiterer Affront und Stoß vor den Kopf für die Anhänger des Kamisama Buddhismus.

In der Handlung des Werbespottes soll Naginata gegen Schergen der Yakuza antreten, genauer der Nakato Gumi Familie. Diese sollten in niemals endenden Wellen durch Portale kommen, sie angreifen und heroisch zurückgeschlagen werden.

Esther O'Hara

Um es möglichst realistisch werden zu lassen, soll hierbei möglich wenig mit FX gearbeitet werden. Da Nippontai aber selbst nicht über einen Warper für die Portale verfügt, wurde Kontakt zu einer Außenstehenden, einer Gaijin sogar, aufgenommen. Esther O'Hara arbeitet für die amerikanische Botschaft in Edo, beziehungsweise genauer für den amerikanischen Botschafter dort, Carlton Harris. Da dieser schon länger versucht hatte, eine Audienz bei seiner Exzellenz dem Kaiser Akihito zu bekommen, die Anträge bisher aber nie beantwortet worden waren, ergreift Miss O'Hara die Chance, durch ihre Mitwirkung an dem Werbespot dieses Verfahren zu beschleunigen. Dass sie als einer der Bösewichte auftreten wird, missfällt ihr zwar, aber die Maskenbildner werden sie als Oni verkleiden und es wird ihr versichert, dass niemand sie am Ende erkennen werde.
Um sicherzugehen, dass sie keinen Fehler macht, versucht sie, einen Blick in ihre eigene Zukunft zu werfen. Durch den Nebel der Ungewissheit zeigt sich ihr dabei eine verwirrende Szene:

Naginata kämpft elegant und mächtig gegen die Schergen der Yakuza, die aus den vor Esther geschaffenen Portalen treten. Blitze zucken über Naginata, über ihre Waffe, in die Gegner. Alles ist, wie es sein soll. Dann ein Lichtblitz. Die Scheiben des Restaurants implodieren. Viele Menschen werden von den Splittern getroffen und verwundet. Dann ist alles wieder normal, die Scheiben intakt. Eine Chrysantheme entfaltet sich, die Blätter lösen sich, fliegen los, gehen in Flammen auf und verbrennen zu Staub

Noch weiß sie nicht, was genau das bedeuten soll, aber erneute Versuche, die Zukunft zu lesen, führen zu ähnlichen Ergebnissen. Bei einem Versuch sieht sie gar, wie in einem Lichtblitz die komplette obere Etage des Restaurants verschwindet.

Miyoshi Yumi Kara

Auch Miyoshi Yumi Kara erfährt als Anhängerin von Bodhisatva Masato über ihre Freundin Katamura Sadako von dem geplanten Dreh. Gemeinsam entscheiden die beiden, zusammen mit vielen weiteren Anhängern ihres großen und weisen Führers, mit einer Demonstration gegen den Dreh zu protestieren. Im Gegensatz zu einigen anderen stellt sich Miyoshi-San jedoch strikt gegen eine gewaltsame Störung der Arbeiten und kann mit ihrer intelligenten Art, zu argumentieren, die aufkommenden Wogen in den Diskussionsforen ein wenig glätten.

Manuel Danilo Hamapongo

Manuel Danilo Hamapongo bekommt von all dem wenig mit, da er sich wie immer kaum aus dem Labor herausbewegt. Während der Produktion eines besonders sensiblen Prototypen jedoch bemerkt er winzige Störungen in den Computersystemen, die nicht von ihm und auch nicht von den üblichen Unzulänglichkeiten der Technik stammen. Jemand nimmt Kontakt zu ihm auf. Wie er später herausfindet, handelt es sich dabei um Mungo Kawashi, eines von Manuels Idolen. Er übermittelt ihm ein Codefragment, das über Leitungen in Japan geflossen war und eine sehr ungewöhnliche und hoch komplexe Verschlüsselung besitzt. Manuel ist fasziniert von dem Code und sein Geist kommt nicht zur Ruhe, bis er diesen entschlüsselt hat.
Es stellt sich heraus, dass der Code drei Pictogramme enthält: Eine Chrysantheme - das Symbol des Kaiserhauses, ein Torii-Bogen wie er im Shinto verwendet wird sowie ein Essbesteck, bestehend aus Messer und Gabel. Des weiteren sind Koordinaten darin enthalten, die genau zu dem Ort führen, an dem der Werbespot für Nippontai gedreht werden soll. Der Code ist so gestaltet, dass er sich von alleine um 17:15 am Drehtag entschlüsselt. Da er an einen Print on Demand Shop gesendet wurde, ist davon auszugehen, dass dort jemand auf entsprechende Ausdrucke warten wird. Wozu diese dienen sollen, ist jedoch noch völlig unklar.
Die Komplexität der Verschlüsselung deutet eindeutig darauf hin, dass sie von einem Nova geschaffen worden sein muss. Dies, in Verbindung mit der Chrysantheme als Symbol, lässt Manuel seinen Mentor Cho Akeno bitten, seine Erkenntnisse an Nippontai zu leiten. Ihm ist durchaus klar, dass er damit gegenüber Nippontai bekanntgibt, dass er selbst ein Nova ist, sieht aber auch keinen Sinn darin, dies geheim zu halten. Zumal jeder, der seine neueren Patentanträge liest, diesen Schluss unweigerlich ziehen wird.

Er weiß zu diesem Zeitpunkt noch nichts von Dreharbeiten, hat aber fest vor, sich zu der angegebenen Zeit an den Koordinaten zu befinden, um herauszufinden, was all das bedeuten soll. Er erfährt, dass etwas vo der PR Abteilung Nippontais dort geplant ist und, bedingt durch seine Warnung, nun nicht nur Naginata sondern auch Kyojin der Riese anwesend sein wird.

Der Club

2. Juli 2005

Nachtleben in Edo
Es ist Samstag. Bis zu den Dreharbeiten sind es noch zwei Tage. Esther geht wie oft am Wochenende mit anderen Frauen aus der Botschaft aus. Auch Kara, die Besuch von ihrer Freundin Sadako hat, macht sich auf in die Clubszene. Manuel ist wenige Tage zuvor 18 Jahre alt geworden und wird von Akeno überredet, dass er doch auch unter Leute müsse und sich "mit Frauen umgeben" soll. Manuel versteht zwar nicht, warum, will aber seinem Mentor eine Freude machen und stimmt so zu.

Ob Zufall, Schicksal oder die Kami dafür gesorgt haben, dass alle drei sich im gleichen Club einfinden kann niemand genau sagen. Aber dass auch noch Ryu-Kou, der Anführer von Nippontai dort auftaucht spricht dafür, dass irgend eine Macht ihre Finger im Spiel hat, denn der Zufall wäre doch sehr groß.

Die Protagonisten finden heraus, dass sie alle drei Novae sind und führen viele Gespräche über verschiedenste Themen. Dabei werden Kontaktinformationen ausgetauscht und einige Punkte der möglichen Kooperation angesprochen. Die Dreharbeiten erwähnt niemand gegenüber den anderen.

Esther nutzt jedoch die Chance, Ryu-Kou von ihren Visionen zu berichten. Dieser offenbart, dass es bereits die zweite Warnung sei, die sie erhalten haben. Er deutet auch an, dass die erste von Manuel kam.

Akeno erlebt den Großteil des Abends dank einer großzügigen Wodkaspende Esthers nicht bewusst mit, Sadako ist die ganze Zeit überwältigt von der gewaltigen Ehre, so vielen Kami zu begegnen, auch wenn sie davon kaum einer wie ein Kami verhält.

Da Esther sich ihm offenbart hat und auch generell bereits bekannt war, er von Manuel wusste und Kara als Nova erkannte, als diese sich ihm näherte, weiß Ryu-Kou und damit Nippontai nun von allen dreien, dass es sich bei ihnen um Novae handelt.

Niemand sah, wie Ryu-Kou den Club verlassen hat. Die anderen Anwesenden Novae zählten zu den letzten Gästen und gingen gegen 4 Uhr in ihre jeweiligen Zuhause.

Geplante Kooperationen

Folgende Kooperationen wurden an dem Abend angesprochen oder auch schon genauer geplant:

  • Manuel ist fasziniert von der Fähigkeit Esthers, Portale zu erschaffen und sie hat angeboten, diese einmal zu demonstrieren. Manuel will dies nutzen, um eine Art Reisemaschine zu bauen.
  • Kara sucht noch nach einer Waffe, einem Teleskopkampfstab, der ihre neu entwickelten Kräfte aushält und sie hat Manuel gefragt, ob er eine Lösung wüsste. Bisher kennt er keine, ist aber von dem Problem fasziniert
  • Kara und Manuel sind beide Kampfsportler und haben sich verabredet, sich zum Training zu treffen


Anerkannt EP: 1
Bonus EP für Holger für Wikiarbeit: 1




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