Kapitel 1: Werbedreh für Nippontai

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Ausflüge

Frühstück an der Westküste

3. Juli 2005

Westküsten Romantik
Die Party in der Disco in der letzten Nacht hatte bei Esther Spuren hinterlassen. Auch wenn ihre Physis sich durch ihre Wandlung in eine Nova verändert hatte, so war sie doch noch nicht immun gegen den negativen Einfluss von Alkohol.

Da ihr das Frühstück in der Botschaft zu simpel, das in den umliegenden Restaurants aber zu japanisch war, beschloss sie, in den Vereinigten Staaten zu frühstücken. Durch die Zeitverschiebung sollte an der Ostküste gerade die Sonne aufgehen. Eine herrliche Kulisse für den beginnenden Tag.

Also sammelte sie ihre Kräfte und öffnete ein Portal an den Stand von Venice Beach. Ein paar frühe Surfer waren vollkommen überrascht, ebenso die Bedienung des Restaurants, welches sie ansteuerte, aber sie war nicht zum ersten Mal hier und so wurde sie alsbald bedient und genoss die warmen Strahlen der frühsommerlichen Morgensonne.

Es war schön, eine Nova zu sein!

Der Reichstag

Nach dem Früstück sprang Esther dann zurück in die Botschaft und ignorierte dort ihre Arbeit, denn es war schließlich Wochenende.

Sie erinnerte sich an den Abend zuvor und an den sonderbaren jungen Mann, einen weiteren Gaijin-Nova, Manuel war sein Name gewesen. Dieser hatte großes Interesse an ihren Kräften gezeigt und wollte diese näher untersuchen, um zu sehen, ob er sie mit Maschinen reproduzieren konnte. Und da sie den Rest des Tages nicht viel vorhatte, war gerade jetzt der beste Zeitpunkt, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Manuel erhielt den Anruf, als er gerade auf dem Rückweg von der Klink war, in der seine Mutter behandelt wurde. Wie jeden Samstag - und auch jeden Montag und Donnerstag - war er dort von Punkt 12 bis Punkt 15 Uhr gewesen und hatte mit seiner Mutter zu Mittag gegessen. Er war immer noch völlig unfähig, damit umzugehen, dass der Körper seiner Mutter existierte, aber ihr Geist diesen verlassen hatte. Und wie stets nach seinen Besuchen ließ er sich von seinem Chauffeur zum Labor bringen, um seine Gedanken auf die Arbeit zu fokussieren und so wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Und was gab es besseres dazu als ein völlig neues und spannendes Projekt?

Entsprechend war Manuel begeistert von Esthers Anruf und vereinbarte ein Treffen vor dem Labor, in dem er auch direkt anrief um die Messgeräte vorbereiten zu lassen. Vor Ort angekommen, überprüfte er den Versuchsaufbau und unterhielt sich mit Esther über die theoretischen Grundlagen, stellte aber schnell fest, dass sie zwar offensichtlich eine Unterweisung in dieser Richtung erhalten hatte, aber über das pure Rezitieren der Aussagen aus der Unterweisung kein tieferes Verständnis der Theorie hinter ihren Kräften hatte.

Esther wiederum fragte ihn dann, wohin er denn reisen wollte. Manuel hatte sich darüber bisher gar keine Gedanken gemacht, denn das Ziel der Reise war für die ersten Tests vollkommen unerheblich. Nachdem Esther ihm aber weiter die Wahl des Ortes überließ, dachte er einen Moment nach und entschied sich für das Museum, in dem ein Nachbau des ersten Computers zu finden war: Das technische Museum in Berlin.

Der Berliner Reichstag bei Nacht
Weder er noch Esther machten sich Gedanken um die Zeitverschiebung, und Esther öffnete ein Portal zu einem ihr bekannten Ort in Berlin. Beide schritten hindurch und fanden sich vor einem imposanten alten Gebäude, das von einer Glaskuppel geziert wurde, wieder - es war mitten in der Nacht. Ein wenig verwirrt blickten sich beide um, als ihnen aufging, dass Berlin vielleicht das falsche Ziel gewesen war. Dann bemerkte Esther einige kleine rote Punkte, die sich über Manuels Brustkorb bewegten. Nur wenige Sekunden später bemerkte dieser das gleiche bei ihr.

Dann ertönte ein Ruf, natürlich auf Deutsch, so dass nur Esther ihn verstand. Sie sollten sie beide nicht bewegen und die Hände hochnehmen. Sie tat dies und Manuel machte es ihr einfach nach. Dann kamen erst Männer in Uniformen und mit Sturmgewehren und hielten die beiden in Schach, dann sammelte sich eine Gewitterwolke über ihnen, aus der ein Blitz in den Boden vor ihnen schoss, aus dem der Stadtbeschützer von Berlin schritt. Er unterhielt sich mit Esther. Die Situation bliebt weiter angespannt und Manuel fühlte sich mehr als unwohl. Er verstand kein Wort, wusste nicht, was geschah, und war sich bewusst darüber, dass es nicht das erste Mal wäre, dass jemand etwas, was er tat, falsch verstanden hätte, also tat er gar nichts.

Erst, als Esther ihren Diplomatenpass hervorholte, entspannte sich der Bechützer, kommandierte ein paar Männer ab, die Esther und Manuel aus dem Sperrbezirk eskortieren sollten und bat für das nächste Mal um eine Vorankündigung, damit es nicht wieder zu "Missverständnissen" käme.

Also verließen sie den Sperrbezirk, gingen zum Museum, stellten aber fest, dass es Nachts natürlich geschlossen war. Esther überlegte kurz, einfach ein Portal hinter die Tür zu öffnen, aber für den Moment hatten sie genug Ärger gehabt.

Mit ein paar weiteren Sprüngen Umweg kamen die beiden wieder in Japan an. Eshter hatte am Abend noch einen Termin, und Manuel wollte sich daran machen, die Daten des Nachmittages zu sichten.

Sicherheitsmaßnahmen

Nachdem Nippontai auf verschiedenen Wegen die Warnungen vor einem bisher nicht näher zu definierenden Zwischenfall bei den Dreharbeiten für den neuen Werbespot erhalten hatte, fiel der Entschluss, die Sicherheit vor Ort zu verstärken. Es war bereits beschlossen worden, dass neben Naginata selbst auch Kyojin der Riese anwesend sein sollte. Zusätzlich dazu wurde nun auch noch ein weiterer Nova involviert: Nakamura "Mu-Mio" Kenshin, der für das Militär Nippontais arbeitet, wurde die Leitung über die Sicherheit der Operation übertragen.

Mu-Mio setzte sich mit dem Leiter der Polizei in Verbindung und arbeitete einen Plan aus, der die Sicherheit aller Beteiligten gewährleisten, aber gleichzeitig auch den Demonstranten die Möglichkeit geben sollte, möglichst nah an den Dreh zu gelangen, ohne diesen zu gefährden. So sollte ihrem Anliegen ein Forum gegeben werden, in der Hoffnung, dass dies das Aggressionspotential reduzieren würde. Insgesamt wurden zwei Hundertschaften der Polizei angefordert und mehrere Straßen an strategischen Punkten mit Absperrungen versehen. Auch auf den Dächern der Hochhäuser, die den Drehort umgaben, wurden Polizisten positioniert, um so den Überblick zu bewahren und Risiko-Konzentrationen frühzeitig wahrnehmen zu können.

Nachdem diese Planung erfolgreich abgeschlossen war, vereinbarte Mu-Mio noch ein Treffen mit der Amerika-jin Esther O'Hara, von der eine der Warnungen ausgegangen war. Treffpunkt sollte der Drehort selbst sein, so dass er den Termin gleich zur Begehung nutzen konnte. Auch den PR-Manager von Nippontai, Shimamoro Sosuke, bestellte er für einen späteren Zeitpunkt am gleichen Abend dort hin.

Bege(h|gn)ung am Drehort

Kenshin und Esther

Kenshin traf als erster vor Ort ein, eine halbe Stunde vor dem vereinbarten Termin mit Esther. Er traf sich mit dem Geschäftsführer des Restaurants, ging den Ablauf des Drehs am nächsten Tag noch einmal durch und ließ sich die Lokalität zeigen. Dann nahm er an seinem Tisch Platz und wartet auf Esther, die kurz darauf eintraf.

Die beiden unterhielten sich eine Zeit lang über den Dreh und die Vision Esthers und was diese bedeuten könnte, kamen dabei aber auch zu keinen Erkenntnissen, die neu gewesen wären.

Manuel

Auch Manuel, dessen Nachmittag davon geprägt war, dass er mit Esther O'Hara eine kurze Portalreise nach Berlin machte, entschied, dem Suiten-gu Schrein am Abend einen Besuch abzustatten. Er hatte jedoch nicht mit dem Andrang gerechnet, so dass kein Tisch frei war und er an der Bar Platz nahm, um auf einen solchen zu warten. Dabei analysierte er die Daten, die von der Portalreise aufgezeichnet wurden, und markierte die viel zu vielen Punkt, wo weitere Messungen und Untersuchungen von Nöten waren. Bei seinem Blick durch das Restaurant fiel ihm in der oberen Etage ein älterer Herr auf, der zwei auffallend schöne Frauen mit Drachentätowierungen auf dem Rücken an seinen Seiten hatte. Er kannte den Mann nicht, aber er schien irgendwie wichtig zu sein, oder sich zumindest selbst dafür zu halten.

Zeitgleich mit Manuel kamen auch noch vier junge Männer in das Restaurant, die offenbar schon bei Betreten einen gehörigen Alkoholpegel hatten und mit ihrer Lautstärke in dem ansonsten sehr stillen Restaurant sofort negativ auffielen.

Im Nachhinein ist klar, dass das ungute Gefühl, das Esther in eben diesem Moment verspürte, nicht von Manuel ausgelöst wurde, sondern von den vier jungen Männern, zu dem Zeitpunkt konnte sie dies jedoch noch nicht mit Sicherheit sagen.

Yumi Kara und Sadako

Manuel bemerkte Esther auch und begann gerade, an der Zufälligkeit der Erlebnisse der letzten Tage zu zweifeln, als auch noch Yumi Kara mit ihrer Freundin Sadako das Restaurant betrat. Auch sie wollte sich die Lokalität vor dem Dreh einmal ansehen. Sie hatte zwar auch nicht reserviert, war jedoch Stammgast und konnte so ohne Probleme einen Tisch in der abgesperrten oberen Etage bekommen.

Als allen anwesenden Protagonisten gewahr wurde, dass sie sich, wieder einmal, wie zufällig am gleichen Ort befanden, wurde beschlossen, sich doch gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Da in offenen Bereicht des Restaurant dazu kein Platz mehr war, und der obere Bereich auch privater war, fiel die Wahl auf Yumi Karas Tisch. Sadako war absolut aus dem Häuschen. Schon wieder war sie so vielen "Beseelten" auf einmal begegnet. Auch anderen Personen wurde klar, dass hier ein paar Nova waren, und ein Pärchen bat auch darum, Fotos mit Yumi Kara machen zu dürfen, was diese ihnen gestattete.

Der Tumult

Im oberen Bereich angekommen und mit Sake versorgt, begannen gerade die Gespräche über die Erkenntnisse rund um den Dreh, als im unteren Bereich plötzlich ein Tumult losbrach. Einer der vier lauten jungen Männer hatte eine Bedienung in der einen Hand und ein Katana in der anderen. Niemand wusste, wo er das Schwert her hatte, aber für den Moment war das auch nicht wichtig. Manuel reagierte als erster und sprang von der Empore, auf der sie saßen. Schon im Flug verwandelte er sich in Stahl und landete hinter dem Bewaffneten. Der Holzboden knarrte einen Sekundenbruchteil, bevor er unter dem Gewicht zusammenbrach. Gleich darauf warf Esther eine der Sakeflaschen nach dem Mann und traf ihn recht zielsicher am Kopf, was ihn einen Moment inne halten ließ. Nur Sekundenbruchteile später war es Yumi Kara, die vor dem Angreifer landete, völlig ungepanzert und unbewaffnet.

Bevor Manuel oder Yumi Kara ihn davon abhalten konnten, hob der Mann sein Schwert. Aber anstatt wie geplant der Bedienung für eine vermutlich imaginäre Beleidigung die Hand vom Arm zu trennen, hieb er nach Yumi Kara. Erstaunt musste er feststellen, dass seine Klinge jedoch völlig wirkungslos an der Frau abprallte. Viel Zeit zum Staunen hatte er jedoch nicht, denn Manuel griff das Ziel an, das sich direkt auf seiner Schlaghöhe befand: Die Kniekelen des Mannes. Er hielt einen Großteil seiner Kraft zurück, aber dennoch war ein fieses Knirschen zu vernehmen, als der Stahl seiner Faust auf die Knochen des Mannes traf. Dieser brach mit einem kurzen Schmerzensschrei zusammen, verlor sein Schwert aus der Hand und sogleich auch das Bewusstsein.

Yumi Kara hob das Schwert auf und zerbrach es mit bloßen Händen, was den drei Freunden des Mannes auch die letzte Lust daran nahm, sich in das kurze Gefecht einzumischen. Kenshin verkündete ihn daraufhin, dass ihr Freund nach der medizinischen Versorgung, mit der Yumi Kara bereits begonnen hatte, für seinen Angriff ins Gefängnis gehen würde, und dass sie, wenn sie dieses Schicksal nicht teilen wollten, das Weite suchen sollten, was sie dann auch sogleich taten.

Untersuchungen

Alle Augen waren auf die Szene gerichtet und niemand sonst sagte etwas. Erst, als der Geschäftsführer des Restaurants auf die siegreichen Helden zuging und sich so tief vor ihnen verbeugte, dass seine Stirn fast den Boden berührte, schien die Zeit weiterzulaufen. Er dankte aus tiefstem Herzen für die Rettung seiner Angestellten und der Ehre seines Hauses und bat an, dass der Verletzte Angreifer bis zum Eintreffen von Polizei und Krankenwagen doch in sein Büro gebracht werden solle.

Untersuchung des Angreifers

Dies Geschah dann auch, und dort wurde der Mann durchsucht, wobei sich herausstellte, dass er vermutlich ein niedriges Mitglied der Yakuza war, und außer einer ordentlichen Menge Geld und einigen Mitgliedsausweisen und Kredit- und Tankkarten hatte der Mann nichts offensichtliches dabei. Eine genauere Untersuchung ergab jedoch, dass sich in seinem Gürtel ein gute verborgenes technisches Gerät befand, dessen Gehäuse komplett verschlossen war, und das eine blinkende rote LED besaß. Unschlüssig, was dies war, wurde das Gerät erst einmal in den Gürtel zurückgesteckt und dieser dem Mann wieder angelegt.

Esther hatte, auf ihrem Weg zu den anderen, noch eine weitere blinkende LED wahrgenommen, nämlich von unter dem Tisch der vier Männer, der gerade wieder aufgerichtet wurde. Sie sicherte das Gerät, das in Gegensatz zu dem aus dem Gürtel, über eine Schraube auf der Rückseite verfügte.

Untersuchung des ersten Senders

Manuel verschloss dieses zweite Gerät in einem Faradayschen Käfig und nahm es mit auf einen nahe gelegenen Baseballplatz, um bei der Untersuchung möglichst wenige andere Personen zu gefährden. Vorsichtig untersuchte er zuerst das Gehäuse, konnte aber keine weitere Einlässe außer der Schraube finden. Ein Mikrofon oder eine Kamera konnte es also nicht sein.

Er legte das Gerät mit einem EMP lahm, dann öffnete er das Gehäuse und das erste, was Geschah, war ein Zettel, der zu Boden fiel. Sensibilisiert durch zu viele Comics warf Manuel das Gerät von sich, bevor er den Zettel nahm, auf dem in lateinischer Schrift das Wort "BANG" stand. Aber es gab keine Explosion. Dank des EMP wäre das auch nur schwer möglich gewesen, aber selbst ohne diesen hätte das Gerät nicht einmal über einen Sprengsatz verfügt, so dass unklar ist, was dieser Zettel sollte.

Die Chips im inneren waren von der Firma ViaCom, aber da es sich um Standardchips handelte, muss dies nichts bedeuten. Das Gerät an sich war einfach nur ein kleiner Sender, der auf einer bestimmten Frequenz in einem festgelegten Intervall einen Impuls sendete. Die Reichweite war nicht besonders groß und der Zweck des Ganzen absolut unklar.

Neue Vision

Esther erlebte in der Zwischenzeit eine weitere Vision. Sie stimmte in groben Zügen mit ihrer ersten überein, jedoch waren es allem Anschein nach Polizisten, die einer gewaltigen Explosion zum Opfer vielen. Ausgelöst durch einen von 5 "Feuervögeln", welche aus 5 Himmelsrichtungen heran flogen. Vier von ihnen trafen eine große, blitzende Wolke am Himmel, die fünfte flog an dieser vorbei und schlug in einem Gebäude ein, das im Nachhinein als das lokale Polizeipräsidium identifiziert werden konnte.

Durch diese Bilder beunruhigt, rief Kenshin erneut den verantwortlichen Polizeikommisar an und wies diesen an, den Gürtel des festgenommenen Mannes separat und vor allem gegen Funk abgeschirmt zu sichern. Am nächsten Morgen würde er das Gerät an sich nehmen, was nur durch das Einfordern eines Gefallen bei einem von Kenshins Kontakten möglich war.

Drehtag

4. Juli 2005

Untersuchung des zweiten Senders

Nachdem der zweite Sender/Empfänger aus der Asservatenkammer des Polizeireviers geholt worden war, brachte Kenshin ihn zu Manuel, welcher ihn auch geflissentlich untersuchte. Er stellte fest, dass das zweite Gerät die Signale des ersten Empfing und diese enorm verstärkt und auf anderer Frequenz weiter sendete. Die Sendeleistung war dabei so stark, dass es sich um Novatech handeln musste. Eine Störung dieser neu gefunden Frequenz wurde zwischen Kenshin und Manuel disutiert, da aber unklar war, wie die Folgen davon sind, wurde davon abgesehen.

Kenshin bot Manuel an, er könne ihn in seiner Funktion als Sicherheitschef vor Ort unterstützen. Ein Angebot, das dieser dankend annahm. Allerdings sorgte er für einige Aufregung, als er in voller Montur (Kampfanzug und bewaffnet) am Drehort aus dem Wagen stieg. Zum Glück konnte Kenshin die Situation jedoch schnell beruhigen.

Demonstranten

Schon um 8:00 Uhr, lange vor Drehbeginn, begannen sich die ersten Demonstranten und Fans auf dem Hof einer nahegelegenen Grundschule zu versammeln. Unter ihnen Yumi Kara, samt Anhang. Yumi fielen gleich zu Beginn einige angetrunkene Jugendliche ins Auge, die sie umgehend zur Rede stellte. In typischer Jugendmanier weigerten sich die Kids jedoch die nur wenig ältere Frau ernst zu nehmen. Erst als diese sich als Nova offenbarte und sie mittels einer kleinen Machtdemonstration davon überzeugte, das es besser sei zu gehen, suchten sie das Weite. Überraschender Weise trafen immer mehr Menschen ein und schon bald hatte sich eine Menge von beinah 1000 Menschen versammelt, die nun in Richtung des Drehortes strömte.

Als Kenshin davon unterrichtet wurde, gelang es ihm gerade noch rechtzeitig einen Teil der Sicherungsmaßnahmen der unerwarteten Menge anzupassen und diese gefahrlos in die Nähe des Drehortes zu bringen, wo sie weiterhin überwacht werden konnte.

Yumi Kara bemühte sich nach Kräften die Demonstranten mittels friedlicher Parolen und Fan-Gesängen bei Laune und vor allem friedlich zu halten, jedoch stellte sich schnell heraus, das in sich etwa Zwei- bis Dreihundert Gewaltbereite Chaoten unter die Demonstranten gemischt hatten, welche begannen faules Obst und Eier gegen die Polizisten zu werfen. Die Stimmung drohte zu kippen, was Yumi Kara jedoch mittels einer weiteren, sehr gekonnten Demonstration ihrer Fähigkeiten zunächst verhinderte: Sie schwebte über die Menge und stellte die Verantwortlichen zur Rede. Zu diesem Zeitpunkt reichten dazu verbale Zurechtweisungen noch aus.

Naginatas Eintreffen

Nachdem bereits vereinzelte besonders hartnäckige Autogramjäger die Absperrungen an anderer Stelle durchbrochen hatten, war Kenshin zwar über die erneute Meldung eines Vorfalls nicht überrascht, jedoch war dessen Art und Weise doch etwas besonderes.

Ein Motorrad hatte mit hoher Geschwindigkeit einen weiten Satz über die Absperrungen getan und donnerte nun durch das Drehgelände, wo es nach einem kurzen, qualmenden Wheele zum Stehen kam. Kenshin war klar, wer da einen solch spektakulären Auftritt hinlegte. Die verspätete Hauptdarstellerin war endlich eingetroffen. Was er auch gleich seinen Posten mitteilte.

Nachdem Naginata ihren Helm abgenommen hatte und vom Bike gestiegen war, kam als erstes der reichlich schmierige und cholerische Produzent des Drehs angelaufen und schimpfte, wegen ihrer ungebührlichen Verspätung, lautstark auf die Nova ein. Was diese mit zwei Lichtbögen vor dessen Füße und einer eindringlichen Ermahnung, sich ihr gegenüber so nie wieder zu verhalten, quittierte.

Danach begab sich die Nova in die Maske wo sie auf Esther traf, welche bereits in ihr Oni-Kostüm gesteckt worden war und sich ausgiebig im Spiegel betrachtete. Sie sah zum fürchten aus. Die beiden Frauen waren einander auf Anhieb sympathisch und verabredeten in der letzten Szene des Drehs etwas zu improvisieren, um das insgesamt doch recht lahme Drehbuch ein wenig "aufzupeppen".

Dreh

Der Dreh verlief zunächst realtiv problemlos. Einige der üblichen Pannen traten natürlich auf und die daraus resultierenden Wiederaufbauphasen wurden für Pausen am Catering genutzt.

Wärend der Dreharbeiten spitzte sich die Lage bei den Demonstranten immer weiter zu. Trotz Yumi Karas Bemühungen geriet die Masse immer mehr außer Kontrolle und als Naginata sich anschickte, ihren Fans nahezukommen, flogen Eier auf die Heldin, was diese jedoch zum Glück sehr gelassen hinnahm. Yumi Kara reichte es jedoch, als die ersten Pflastersteine geworfen wurden. Nach kurzer telefonischer Absprache mit Kenshin begann Sie, gezielt Chaoten aus der Menge zu greifen und auf eines der angrenzenden Dächer zu tragen, wo diese von Polizisten in Empfang genommen wurden. Zwar war sie mit der recht groben Behandlung der Festgenommenen nicht einverstanden, kam aber nicht mehr dazu sich zu beschweren, da sich die Ereignisse bald überschlugen.

Esther und Naginata hatten nun den Punkt erreicht, an dem sie ihre jeweiligen Improvisationstalente unter Beweis stellen wollten. Manuel hatte sich ausgebeten, hinter der Türe des Restaurants verborgen, den Dreh direkt im Auge zu behalten. So wollte er sicherstellen, dass keine fremden Portale unerwartet zu einem echten Angriff führten. Esther hielt es für eine gute Idee, ein Portal an einer anderen als der Vorgesehenen Stelle zu öffnen. Hinter Naginata. Was wiederum Manuel dazu veranlasste ins Bild zu stürmen um Naginata zur Seite zu werfen. Wieder stellte sich die berühmte Nova als sehr gelassen heraus, da sie den Zwischenfall mit einem Lachen abtat und unverdrossen weiter drehte. Der Produzent war weniger begeistert und drohte Esther wild, was diese jedoch gekonnt ignorierte.

Grade zu Beginn der fünften und letzten Szene begann das Chaos.

Raketenangriff - Death from above

Zunächst vernahmen nur die außergewöhnlich scharfen Ohren der anwesenden Novas das Rauschen aus der Luft, dann jedoch wurde es lauter und lauter.

Über Funk kamen Meldungen von fünf Flugobjekten, die sich schnell in Richtung des Drehortes bewegten. Hochgeschwindigkeitsraketen von militärischem Stand. Die zielgerichtet auf das Restaurant zu donnerten. Kenshin warnte seine Leute noch vor dem Einschlag der Raketen und setzte erste Bitten um Hilfe ab. Manuel nutze eines seiner Gadgets um sich von weiter oben einen besseren Blickwinkel zu verschaffen, Yumi Kara war ja bereits in der Luft und nutze diesen besseren Blickwinkel ebenfalls.

Die folgenden Ereignisse spielten sich binnen 15 Sekunden ab.

Die erste Rakete wurde von Kenshin mit einem Strahl aus reinem Plasma zur Explosion gebracht. Sie war noch weit genug entfernt, um keinen ernsthaften Schaden anzurichten, dennoch war die Druckwelle stark genug, Naginata und Esther zu Boden zu werfen.

Die Raketen zwei und drei wurden von Manuel unter Zuhilfenahme starker Magnetfelder dazu gebracht, zu kollidieren. Eine von beiden explodierte in der Luft, die andere fiel, für den Moment ungefährlich, zu Boden. Die Explosion hatte auf die Menschen und Novae am Boden keine Auswirkungen, aber einer der beiden Überwachungshubschrauber wurde von der Druckwelle erfasst und geriet ins Trudeln.

Die vierte Raktete wurde dann wieder von Kenshin mit einem weiteren Plasmastrahl zerlegt, was zu einer weiteren Explosion führte und Esther und Naginata weiter durch die Gegend kegelte.

Yumi Kara war die einzige, die noch schnell genug war, etwas gegen die fünfte Rakete zu unternehmen, die direkten Kurs auf Naginata genommen hatte, aber auch der Hubschrauber war dabei, in ein Gebäude zu krachen. Einen Sekundenbruchteil spielte sie mit dem Gedanken, Naginata, die ja so offen ihre Göttlichkeit verleugnete, sterben zu lassen und statt dessen den Hubschrauber zu retten, aber die Explosion am Boden hätte zu viele Opfer gefordert und so war die Entscheidung klar. Sie schoss auf die Rakete zu und packte sie um sie zu zerstören.

Der Hubschrauber krachte in einen der Wolkenkratzer, der Hauptrotor riss dabei ab und beide stürzten auf den Boden zu.

Ein erneuter Funkimpuls "erklang" und die Rakete in Yumi Karas Armen explodierte, schleuderte sie mehrere hundert Meter weit durch die Luft, schaffte es aber erstaunlicherweise nicht, sie ernsthaft zu verletzen. Aber sie war nun zu weit entfernt, um den Hubschrauber schnell zu erreichen.

Der Rotor, immer noch in schneller Drehung begriffen, schoss auf Esther, Naginata und die anderen Schauspieler zu, und konnte von Esther im letzten Moment noch mit einem Portal in den Pazifik befördert werden, was der Besatzung eines Fischkutters in der Nähe des Einschlagortes den Schock ihres Lebens versetzte, aber keine weiteren Folgen hatte.

Manuel verwendete wiederum seine Kontrolle über Magnetfelder, um einerseits den Helikopter am Absturz zu hindern, und andererseits die Rakete am Boden, die immer noch einen aktiven Sprengkopf besaß, mit einem EMP unschädlich zu machen.

Dann endlich kam auch Hilfe von Nippontai: Kyojin, der Riese, packte mit einer gigantischen Hand den Helikopter und setzte ihn sanft auf dem Boden ab. Die Besatzung war gut durchgeschüttelt, aber wie durch ein Wunder gab es keine schweren Verletzungen an Bord.

Kenshin begann bereits die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren und forderte über Funk Krankenwagen und mehr Polizisten an. Esther öffnete ein weiteres Portal, um die Ströme der Flüchtenden aufzuteilen und verhinderte so, dass Menschen erdrückt wurden.

Die Kami müssen ihre schützende Hand über all das gehalten haben, denn trotz der viele Explosionen, der Panik, umherwirbelnden Splittern, gab es nicht einen einzigen Toten durch den Angriff.


Anerkannt EP: 5
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