Kapitel 22: Rette das Reisbällchen!

Aus Aeonversum
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Spuren weisen nach China (08. September 2005)

Wenn ein Verstand aktiv wird

Ein Berghang, hoch oben, die Hänge sind mit Schnee bedeckt und es weht ein eisiger Wind.
Eine dunkle Tempelhalle, die Wände blutrot, goldene Säulen.
Die einzige Lichtquelle sind runde Kupferschalen mit Ölfeuern.
Dichter Rauch wabert über den Feuer und knapp über dem Boden, 
ausgelöst von verbrennenden Kräutern. Kuroi Kiri tritt vor seinen Meister,
ein Mann unermesslich hohen Alters und bitte um die Erlaubnis, seinem Bruder
entgegen zu treten. Der alte Mann mit langem weißem Haar, der auf einen goldbeschlagenen
Thron aus Obsidian sitzt, der wie 9 Schlangenköpfe geformt ist, gestattet es, verlangt
aber, dass sich der schwarze Nebel zuerst um die Vasallen von O'Kage kümmert. Diese haben offenbar
den Plan der Obsidianen Schlange durchkreuzt. Kuroi Kiri erfüllt die Anweisung all zu gerne 
und verlässt die Tempelhalle, hinaus in den eisigen Winterwind.

In diesem Moment erwachen alle und haben das Beschriebene als Traum erlebt. Selbst Manuel, der nicht schlafen muss, scheint für 3 Minuten weggedämmert zu sein. Hikari ist beunruhigt, aber versteht die tiefere Bedeutung noch nicht und beschließt, zu dem See im Garten der ewigen Kirschblüte zu gehen und dort Ruhe zu finden. Esther steht senkrecht im Bett und beruhigt sich erst mit etwas Alkohol. Schlafen kann sie erst einige Zeit später, als das Herzrasen aufhört. Manuel sucht indes nach Möglichkeiten der externen Beeinflussung und betrachtet den Quantenraum, findet aber keine nennenswerten Spuren. Gerade, als Esther wieder zur Ruhe findet, ruft Manuel sie an und schildert das Erlebte. Ist möglicherweise Esthers Macht der Visionen im Traum aktiv geworden und hat die Vision über das mentale Netzwerk verbreitet? Hikari ist indes ungestört und findet unter dem klaren Nachthimmel etwas Ruhe und legt sich etwas später wieder hin. In was ist sie da nur hineingestolpert? Manuel spricht indes mit seiner Kommandantin ab, sofort in die Festung zu kommen.

Esther kann nun endgültig nicht schlafen und zieht Joggingrunden durch die Gärten der Festung.

Als Hikari noch etwas geschlafen hat und Esther nassgeschwitzt in den Trakt des Teams kommt, finden sie Manuel bereits im Konferenzzimmer, der sich einige der Arbeiten hierher über einen gesicherten Tunnel übertragen hat und weiter an seinen Aufgaben arbeitet. Die Damen gehen sich frisch machen, besorgen Frühstück und danach setzt man sich wieder im Konferenzraum zusammen. Es ist kurz vor 8 Uhr morgens, um 9 Uhr steht eine Einsatzbesprechung mit O'Kage an. Das Team tauscht sich untereinander aus und Esther fasst für Hikari alles zusammen, was Kuroi Kiri und die Scherereien mit ihm angeht. Auch, dass er das Team auslöschen will, aber gerne mit seiner Beute spielt. Manuel äußert auf Grund des Schnees zu Beginn der Vision die Vermutung, dass diese die Zukunft betrifft und vielleicht Kuroi Kiris Reaktion auf die Verhinderung der Massenproduktion der Senchineru zeigt.

Einsatzbesprechung mit Schatten und Flamme

Ryoyuki "Hidana" Tsuramune
Eine Minute vor 9 Uhr kommt O'Kage hinzu, bringt aber noch einen Gast mit. Dieser Mittzwanziger ist gut gekleidet, hat eine moderne Frisur und ist nicht unattraktiv. Der göttliche Schatten stellt ihn als Ryoyuki "Hidana" Tsuramune vor. Kenshin ist, wie das Team erfährt, um 1 Uhr nachts vom Staat abberufen worden. Hidana verhält sich zuerst ruhig und zurückhaltend, lauscht allen Gesprächen voller Interesse, mischt sich aber nicht ein. Nach kurzem Informationssaustausch des Teams mit O'Kage, wobei klar wird, dass der Weg nach China unausweichlich ist, kommt der Schatten auf die Rolle von Hidana zu sprechen. Hierbei erzählen beide Besucher abwechselnd.

Er ist Novasöldner, der für mehrere Agenturen arbeitet, aber Anfragen von Nippontai mit Vorzug erfüllt. Durch seine Reisen in Asien hat er viele Kontakte aufbauen können, die hilfreich sind. Seit ihm das Geld genug geworden ist, lässt er sich bevorzugt in Gefallen bezahlen. Zudem hat er Erfahrungen bei der Extraktion von Geiseln aus Kriegszonen. Er wird aufgrund seiner Erfahrung an der Operation teilnehmen. Die Frage nach den Kräften Hidanas beantwortet Manuel, was O'Kage dazu veranlasst, den jungen Filipino deutlich zurechtzuweisen, nicht in die Privatsphäre anderer einzudringen. Hidanas Kräfte liegen im Bereich kinetische Manipulation (Flugfähigkeit), Energieprojektion (blaues Feuer aus den Augen), eine körperbezogene Energieprojektion, die Manuel nicht zuordnen konnte (in blauen Flammen aufgehen), sowie erhöhte Geschwindigkeit.

Als im Gespräch die 'wahre Gestalt' von Manuel kurz ein Thema wird, erzählt Hidana von Kali, einer Nova aus Indien, die sich als Göttin verehren lässt und die Lehre der Verpuppung verkündet. Vielleicht eine Schülerin von Divis Mal?

Die Informationen über den Verbleib von Dr. Onishi Chigiro sind spärlich. Nach seiner Ausweisung wurde er nach Shanghai gebracht. Danach hat Nippontai die Verbindungen gekappt. Wie die Nachforschungen des Teams vor einiger Zeit ergeben haben, arbeitet er offiziell für die Mihei Corporation. Als dies erwähnt wird, erinnert sich O'Kage daran, dass dieser Name bereits im Zusammenhang mit den Blitzkäufen nach dem Anschlag auf Naginata einmal gefallen war.

Esther sendet ihren Verstand aus und bemüht sich Hinweise zu finden, die auf den Verbleib des Wissenschaftlers und seiner Familie, die offenbar von Kuroi Kiri gefangen gehalten wird, zu finden. Kuroi Kiri erpresst nach dem Wissenstand des Teams auch Dr. Chigiro mit seiner Familie. Entsprechend muss die Familie spätestens gleichzeitig mit dem Wissenschaftler befreit werden, denn ansonsten wird er nicht freiwillig mitkommen oder gar mitarbeiten. Bei ihrer Suche stößt Esther wieder auf das gehasst-vertraute weiße statische Rauschen, kann aber vier Orte genauer spezifizieren. Der Feind sichert also den Ort. Vielleicht war der Wissenschaftler dort? Doch wo wird er sein? Erst die Suche nach der Familie, über die Esther nun fast nichts weiß, kann eine Zone eingrenzen.

Der wahrscheinlichste Großraum

Während Esther sucht, gehen Hidana, Hikari und Manuel in den Trainingsraum. Hikari freut sich, endlich jemanden zu haben, der ihr Luftkampf beibringen kann. Es zeigt sich, dass Hidana ihr weit voraus ist, aber auch, dass sie gute Veranlagungen hat, den Kampf zu erlernen, wenn sie genug Zeit dafür bekommt. Manuel beobachtet die Lehrstunde und den Kampfstil Hidanas und analysiert den Neuzugang weiter. Dabei erkennt er, dass dieser von seinen Fähigkeiten sehr überzeugt ist. Vielleicht ein wenig zu sehr, was im Zweifel gegen ihn eingesetzt werden kann. Aber diese Erkenntnis behält er vorerst einmal für sich. Bei der Analyse fällt Manuel auch noch eine weitere Kraft auf, die Hidana selbst nicht erwähnt hatte, die ihm vielleicht sogar nicht einmal bewusst ist: In seiner Umgebung verschieben sich die Wahrscheinlichkeiten ab und an zu seinen Gunsten.

Nach dem Training geht es zurück zu Esther, die ihre Erkenntnisse darlegt und es wird ein Plan geschmiedet:

Der Plan sieht vor, nach Zhenzhou in der Provinz Hanan zu kommen und dort mit den Suche zu beginnen. Bereits der Transfer nach China ist Stoff für Diskussionen zwischen Esther und Hidana. Sie will warpen, er findet das zu gefährlich. O'Kage stimmt Hidana zu, da Esthers Portale sehr machtvolle Novakräfte sind, die richtig wahrgenommen, für unerwünschte Aufmerksamkeit sorgen. Hidanas Plan ist ein Fallschirmabsprung in internationalen Gewässern, aufgenommen werden von einem Fischkutter, das Schiff auf einer kleinen Insel wechseln und dort dann in einem Fischerdorf aufs Festland zu kommen. Als Touristen getarnt geht es dann weiter im Mietwagen. O'Kage bekräftigt nochmal den Undercover-Charakter des Einsatzes. Unentdeckt zu bleiben ist das Beste, es dürfen jedoch auf gar keinen Fall im Fall der Entdeckung Spuren zu Nippontai weisen. Nach einigem Hin- und her entscheidet man sich für den Plan von Hidana.

O'Kage überlässt das Team und Hidana sich selbst und will über Ergebnisse informiert werden.

Wer eine Reise machen will.. (08. - 10. September 2005)

Manuel hat große Sorgen, so lange wegzubleiben, da er seine Mutter dann nicht besuchen kann. Esther und Hikari überzeugen ihn gemeinsam, dass Miko nach ihr schauen könnte und Esther bittet Miko, dies zu tun. Sie stimmt zu, weist aber drauf hin, dass Japans Ruf für sie eine höhere Priorität genießt. Für Manuel ist das ein Grund, nicht unruhig zu reagieren, wenn sein Rhythmus durchbrochen wird.

Hikari nimmt im Auftrag von Esther die Warenliste aus der Werkstatt an und bereitet so die Reise vor. Eingeplant sind XXXXXXXXXX

RetCon: Es geht nicht sofort in der Nacht los, sondern es verbleiben 2 Tage, 
bis Hidana sich meldet, dass er alles arrangiert hat. Wer macht was?

Aufbruch ins Ungewisse (10./11. September 2005)

Nachts um 1 Uhr treffen sich alle Beteiligten an einer der Startplattformen für die Jets. Militärisch förmlich geht es voran und bald ist man in der Luft. Ein Offizier der japanischen Luftwaffe und Hidana weist das Team an, wie ein Fallschirmsprung von Statten geht. Das Gepäck wird nicht abgeworfen, sondern über andere Kanäle in das Ziel-Fischerdorf gebracht. Hikari ist angebrachterweise sehr nervös und lässt sich auf einen Tandemsprung mit Esther ein. Esther zeigt sich nicht weniger nervös, aber nimmt das Wagnis auf sich. Sie ist die einzige, die nicht fliegen kann und muss daher einen Thermopren-Anzug tragen. Als das Team am Zielort angekommen ist, öffnet sich die Luke und Hidana wartet, bis alle raus sind. Dann nimmt er Anlauf und springt ohne Fallschirm aus dem Jet, um kurz als brennende lebendige Fackel über den Nachthimmel zu rasen.

Hikari löst sich bei einer gewissen Höhe von Esther und fliegt selbst drauf los, verfliegt sich aber komplett und muss von Hidana eingesammelt werden.

Endlich sind alle zusammen und warten, kurze Zeit später ertönt eine Schiffsglocke und der Fischerkutter erscheint. Während alle an Bord gehen, klärt Hidana mit der Besatzung vermutlich das finanzielle. Zur allgemeinen Unzufriedenheit muss das Team sich in einem der Fischfrachträume verstecken, inmitten Heringen, die eben in diesem Moment erst schockgefrostet werden.

Hikari hält sich fliegend unter der Decke auf, Hidana und Manuel scheint die Kälte nicht viel auszumachen. Manuel stellt allerdings fest, dass seine Metallhaut leicht spröde wird, was aber in diesem kurzen Zeitraum keine Auswirkungen hat. Einzig Esther macht die Kälte zu schaffen. Erst wird sie in Schafsfelle eingehüllt, dann verwandelt Manuel einen der Heringe in eine Whiskeyflasche, was bei Esther für Verwirrung und einige Sprüche sorgt. Aber sie friert immer noch zu stark, und so taut Hidana sie und einen Teil der Fische wieder auf. Das Schiff würde seine Ladung kaum noch verkaufen können.

Küstenwachen-Aufmerksamkeit

Nach gut zwei Stunden Fahrt und einigen durchgefrorenen Zehen hört man leise ein Schiffshorn. Die Maschinen des Fischkutters schlingern und kommen zum Stand. Ein Boot geht längsseits, zwei Polizisten der Küstenwache kommen im Rahmen einer Routinekontrolle an Bord. Als einer der beiden Polizisten die beiden Frachträume kontrolliert und auch den des Teams untersucht, verstecken sich alle. Hikari unter der Decke, Manuel unter den Fischen, Esther unter den Fischen und Hidana in der hintersten Ecke. Esther kann jedoch die Luft nicht lange genug anhalten und bricht prustend aus dem Fisch heraus. Bevor der Polizist seinen OpCom mit einem Alarm aktivieren kann, hat er bereits vergessen, dass er sie sah, das OpCom funktioniert für mehreren Stunden nicht und zudem ist er auch mehr als desinteressiert an dem Frachtraum. Er steigt wieder die Leiter hoch und das Boot der Küstenwache zieht seiner Wege. Auch das Team ist deutlich ruhiger und gelassener.

Anerkannte EP: 2

Zurück zu Kapitel 21: Die Lehren eines Gottes

Weiter zu Kapitel 23: Zwischen Smog und Androiden