Kapitel 24: Kooperation oder Zwischenfall

Aus Aeonversum
Wechseln zu: Navigation, Suche

Im Hotel (13. September 2005)

Nach den Gesprächen des letzten Abends hatten sich fast alle Beteiligten zu Bett begeben. Einzig Manuel nutzte wie immer die Nacht, um an einigen Projekten zu arbeiten, die er sich nach China mitgenommen hatte.

Frühstück

Der nächste vereinbarte Treffpunkt der Freunde war das Frühstück im Hotel. Man wollte sich um 8 Uhr dort treffen und entsprechend waren die Wecker gestellt.

Der erste, der eintraf, war Kenshin. Er besorgte sich etwas zu Essen und zu Trinken und begab sich zu einem der Tische. Er sollte nach dem Beschluss von gestern ja als Trumpf in der Hinterhand bleiben, also würde er auch alleine frühstücken.

Nach und nach trafen auch die anderen ein und begaben sich an einen gemeinsamen Tisch. Zur Überraschung einiger kam Hidana dabei nicht alleine von seinem Zimmer in den Saal, sondern hatte eine junge Frau dabei, bei der er sich noch einmal bedankte, ihr Geld in die hintere Hosentasche schob und sie dann mit einem Kuss auf die Wange verabschiedete.

Spitzel

Esther ließ beim Betreten telepathisch ihre Sinne durch den Raum streichen. Sie suchte nach Gehirnmustern von Leuten, die sie gezielt beobachteten. Und, wie nicht anders zu erwarten gewesen war, fand sie auch schnell jemanden. Ein Chinese, Mitte 20, der eine Ausgabe der New York Times las. Ob es noch weitere gab, konnte sie so nicht herausfinden. Aber für den Moment reichte es auch, zu wissen, dass überhaupt mindestens einer anwesend war.

Auch Manuel streckte seine Sinne aus. Er suchte nach anwesenden Nova. Aber außer denen, die er kannte, war niemand anwesend. Die Spitzel waren offenbar Baselines.

Speisen

Der Speisesaal war bereits gut gefüllt mit Personen vom unterschiedlichster Herkunft. Viele Ausländer waren hier zu finden und entsprechend war das Frühstücksbuffet auch vielfältig und international ausgerichtet.

Insbesondere die energiereichen Eier hatten es den Gefährten dabei angetan und allein Hidana aß sechs von diesen. Hikari, noch immer in dem Versuch, nicht sofort als Nova aufzufallen, ging statt dessen immer und immer wieder zum Buffet. Meist war der Vorwand dafür, dass sie für sich und andere neue Getränke holte, aber jedes Mal kam sie auch mit etwas neuem zu Essen zurück.

Das große Schweigen

Dadurch, dass sie nun sicher wussten, dass sie beobachtet wurden, wurden die Gespräche am Tisch zumeist im Geist geführt. Lediglich Manuel konnte parallel ein normales Gespräch mit Hidana führen, der sich ja nicht in der geistigen Verbindung befand. Dieses bestand aber nur aus Small Talk.

Für die weitere Besprechung musste man einen Weg finden, wie ihre Überwacher sie nicht belauschen konnten. Es wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, aber schnell war klar, dass der einfachste Weg war, eines der Hotelzimmer zu sichern und sich dort zu unterhalten.

Da Manuel die besten Chancen hatte, vorhandene Wanzen schnell und sicher zu finden, wurde sein Zimmer auserkoren. Während die anderen noch im Frühstückssaal verblieben, ging er schon einmal nach oben, um sein Zimmer entsprechend vorzubereiten.

Während sie noch im Speisesaal saßen, hörten und blickten sich die Gefährten noch ein wenig um und fanden dabei heraus, dass sie von mehreren Leuten beäugt wurden. Kenshin und Esther hörten dabei einmal von einem anderen Tisch ein getuscheltes: "Ist sie das? Die von der Geiselnahme im Kindergarten?"

Irgendwann verabschiedete sich Hidana nach oben. Sein einziger Gesprächspartner war gegangen und das Schweigen wurde ihm offenbar zu langweilig.

Nach und nach gingen auch die anderen nach Oben.

Spionage im Spionenkopf

Bevor sie jedoch den anderen folgte, wollte Esther wissen, was genau der Spitzel, den sie entdeckt hatte, wusste. Er hatte die ganze Zeit über mehr oder weniger unauffällig nach seinem Smartphone gegriffen, das in der perfekten Position lag, um Bilder vom Tisch der Gefährten zu machen.

Also drang sie in die Gedanken des Mannes vor. Sein Name war ???. Bei einer Geiselnahme hatte er vor nicht allzu langer Zeit seine Frau verloren. Statt seinem Job aber die Schuld daran zu geben, hatte es ihn nur noch mehr darin bestärkt, seinem Land zu dienen.

Seine Aufgabe an diesem Ort war es, Esther zu beobachten und Bilder von ihr und allen, mit denen sie sprach, zu machen. Er wusste auch, dass noch zwei weitere Spitzel im Speisesaal saßen, nicht aber, um wen es sich dabei handelte.

Sobald Esther das Hotel verließ, würde die Verfolgung von einem anderen Mitarbeiter übernommen werden, der dafür bereits außerhalb des Hotels wartete. Er sollte diesem Mann nur Bescheid geben und dann wäre sein Auftrag erst einmal beendet.

In diesem Moment erhielt Mr. Chang auch einen Anruf, den Esther in seinen Gedanken ebenfalls verfolgen konnte. Sie erfuhr, dass "der Gast am Flughafen angekommen" war und abgeholt werden sollte. Sie wusste allerdings nicht, ob es sich dabei um eine Codephrase handelte oder um eine wortgetreue Aussage. Für den Moment war das aber auch nicht wichtig und so behielt sie es für sich.

Die Anzahl der Spitzel, die sie in Erfahrung gebracht hatte, gab sie an die anderen weiter. Niemand war wirklich überrascht, dass nicht nur ein Mitarbeiter der Staatspolizei anwesend war.

Besprechung auf dem Zimmer

Panday der Kammerjäger

Manuel durchsuchte derweil sein Zimmer nach Wanzen. Dieses war während des Frühstücks frisch gemacht worden, was den Staatsagenten genug Zeit und Möglichkeit gegeben hatte, welche zu verstecken.

Glücklicherweise war die Technologie noch nicht so weit, dass es Mikrofone gab, die nicht durch Magnetfeldinduktion arbeiteten. So war es ihm ein leichtes, die Magneten in den Mikrofonen aufzuspüren. Insgesamt fand er etwa ein halbes Dutzend kleine Lauscher und entfernte sie alle sorgfältig und ohne sie zu beschädigen.

Nach kurzer Rücksprache mit dem Team wurden sie in das Zimmer von Hikari gebracht und sollten nach dem Gespräch wieder angebracht werden.

Auch nach Kameras suchte Manuel nach einem entsprechenden Hinweis von Hikari, aber außer den offensichtlichen auf dem Gang vor den Zimmern waren keine zu finden.

Blieben also nur noch drei Möglichkeiten, sie zu belauschen:

  1. Ein Nova mit Hellsicht. Dagegen konnten sie nichts tun und in Chen Daos Signatur hatte Manuel keine entsprechenden Fähigkeiten gesehen.
  2. Ein Lauscher vor der Tür des Zimmers. Dagegen sollte Kenshin die Ohren offen halten um verdächtige Vorgänge auf dem Gang mitzubekommen.
  3. Ein Lasermikrofon, das auf die Scheibe des Zimmers gerichtet war.

Gegen, diesen dritten Punkt erdachte sich Manuel auch noch eine Maßnahme und veränderte das in der Wand über dem Bett eingebaute Radio molekular so, dass er mit dem Lautsprecher die Scheibe in Schwingungen versetzten konnte, die stark genug waren, um die durch die Gespräche verursachten Schallwellen zu überdecken.

So gesichert konnten die Gefährten sich nun im Zimmer besprechen. Kenshin würde auch dieses Mal nicht anwesend sein, aber Esther fungierte als Relais zwischen ihm und dem Rest, was ihr einige Kopfschmerzen bereitete.

Planung der Vorgehensweise

Was will unsere Seite?

Der erste Schritt der Überlegungen war, zu überlegen, was eigentlich die Ziele der Mission waren und welche davon vielleicht gegenüber dem ursprünglichen Plan angepasst werden müssten.

  • Das Primärziel ihrer Mission war, dass Dr. Onishi Chigiro dabei helfen sollte, die Massenproduktion der Senchineru zu verhindern. Ursprünglich sollte er dazu einen Apparat bauen, wie er es für Kuroi Kiri getan hatte. Aber vielleicht würde Manuel auch ein Gespräch mit ihm reichen, um genügend über die Schwachstellen der Senchineru zu erfahren, dass er selbst würde agieren können. Dieses Ziel war der Grund, warum sie überhaupt die gefährliche Reise ins Land der Mitte angetreten hatten und am wenigsten verhandelbar.
  • Wichtigstes Sekundärziel war es, Kuroi Kiri und damit hoffentlich auch der Obsidianen Schlange den weiteren Zugriff auf Dr. Onishi Chigiro zu verwehren. Zu viele Dinge waren nur durch seine Technologie möglich gewesen. Der Anschlag auf den Werbedreh vor so vielen Monaten und der damit in Verbindung stehende Virus, der Bau der Senchineru, der Zwischenfall in der Fabrik von Kuro-Tek.

Aber neben diesen bereits bekannten Zielen kamen noch neue hinzu:

  • Ein internationaler Zwischenfall zwischen China und Nippon sollte unter allen Umständen vermieden werden. Das Verhältnis der Staaten war angespannt genug. Und in diesem Fall war China ganz sicher nicht der Feind.
  • Wenn es irgendwie möglich war, sollte der gemeinsame Feind, die Obsidiane Schlange, genutzt werden, um eine Brücke zu schlagen. Der Feind war international, also mussten die Gegenmaßnahmen es auch werden, wenn sie auf lange Sicht Erfolg haben sollten.

Was weiß die Gegenseite?

Um das Erreichen dieser vernünftig zu planen, war es aber erst einmal erforderlich, zu überlegen, was Chen Dao in der Zwischenzeit vermutlich herausgefunden haben würde.

Schnell kam man überein, dass aller Voraussicht nach die Tarnung als Agenten von Team Tomorrow nicht lange halten würde. Zu einfach wäre Esther zu finden. Der Preis der Publicity, die sie sich in den letzten Wochen und Monaten als Anführerin der Hogo Kyodai erarbeitet hatte.

Spätestens durch die Agenten im Hotel würde Chen Dao auch von Hidana erfahren haben. Und auch über diesen würde er Informationen finden.

Manuel würde dank seiner Tarnbrille nicht so einfach zuzuordnen sein, aber wenn Chen Dao seine Quantensignatur analysiert hatte, würde er vielleicht die richtigen Schlüsse ziehen können, wer er war.

Auch Hikari war schon einmal in den Medien aufgetaucht. Bei der Geiselnahme im Kindergarten. Diesen Bericht würde Chen Dao über die Suche nach Esther finden. Auf den Bildern war Hikari allerdings nur in ihrer kleinen Gestalt zu sehen gewesen. Somit wäre eine sichere Zuordnung nur schwer möglich.

Wie schon im Restaurant am Abend zuvor besprochen, sollte Kenshin im Museum nicht als Teil des Teams auftreten. Er war zwar stets in den gleichen Hotels gewesen und vielleicht auch auf den Kameraaufnahmen von der Straßensperre zu sehen gewesen, aber da er stets seine Kräfte heruntergefahren gelassen hatte, würde es sehr schwer sein, ihn als der zu erkennen, der er war.

Für den Fall jedoch, dass die Tarnung bestand haben sollte, dachten sich alle außer Kenshin noch schnell Tarnnamen für ihren T2M-Identitäten aus. Esther und Manuel würden bei ihren Namen vom Vortag - Alyssa Milano und Thomas Jane bleiben. Hikaris zweiter neuer Name in wenigen Tagen war Kimi Smith, Hidana würde Jake Koten sein.

Aus den wahren Identitäten eines Teils des Teams würde es aber sehr schwer werden, zu erahnen, warum sie hier waren. Mit etwas Pech konnte vielleicht sogar ein falscher Eindruck entstehen. Denn offenbar war ja eine Nova, die von Team Tomorrow trainiert worden war, nun aber für Nippontai arbeitete mit einem Ausweis von Team Tomorrow und ohne den Rest ihres eigentlichen Teams in China. Möglicherweise, so ein denkbarer Schluss, hatten sich nun T2M und Nippontai verbündet und gingen gemeinsam gegen die Volksrepublik vor. Wenn das der Schluss war, den Chen Dao fasste, dann wäre das Treffen im Museum mit Sicherheit eine Falle.

Mögliche Herangehensweisen

Das Team war zu Gast in einem Fremden, eigentlich sogar feindselig gestimmten Land. Und als Gast gebührte es sich, sowohl in der japanischen, als auch der chinesischen Kultur, ein Gastgeschenk zu machen. Also wurde überlegt, was dies sein konnte. Auf materieller Ebene wurde sich für eine Flasche hervorragenden japanischen Whiskeys entschieden. Da die Tarnung ja ohnehin kaum Bestand haben konnte, wäre es ein erstes Zeichen dafür, dass man bereit war, die wahre Herkunft des Teams preiszugeben.

Und genau das würde das Geschenk auf immaterieller Ebene sein: Die Wahrheit. Wenn die Mission Erfolg haben sollte, so ging das nur noch mit Duldung oder sogar Kooperation der chinesischen Geheimpolizei in Gestalt von Chen Dao. Und der war lange und erfolgreich genug in dem Geschäft, dass außer vielleicht Esther niemand aus dem Team sich gute Chancen ausrechnen konnte, ihm lange etwas vorzumachen.

Es wurde auch noch über ein zweites Geschenk diskutiert. Eines, das die Chancen verbessern konnte, dass Chen Dao ihnen gewogen war. Es würde schwer sein, ihn ohne Beweise zu überzeugen. Aber die einzigen Beweise, die sie hatten, waren die Visionen von Esther. Und diese existierten nur ihn ihrem Geist. Sollten sie Chen Dao also erlauben, in ihren Geist einzudringen?

Die Idee wurde recht schnell wieder verworfen. Zu gefährlich war es, denn Esther hatte keine Ahnung, ob sie verhindern könnte, dass er Dinge findet, von denen sie nicht wollte, dass er sie findet. Also würde statt dessen der Projektionshelm mitgenommen werden und die Visionen so zugänglich gemacht werden.

Sicherheitsmaßnahmen

Für den Fall, dass die Gespräche einen negativen Verlauf nahmen, wollten die Gefährten aber natürlich auch vorbereitet sein. Und so wurden verschiedene Sicherheitsmaßnahmen beschlossen:

  1. Kenshin und Hidana sollten nicht offensichtlich mit dem Team ankommen. Statt dessen sollten sie vorher, getrennt von einander, das Museum auskundschaften und so mögliche Feindstärke und Fluchtwege finden.
  2. Hidana erwähnte während des Gespräches mehrfach die Droge "Adrenocillin", die in der Lage sein sollte, Novas ihrer Kräfte zu berauben und auch die Verteidigungskräfte wie zum Beispiel Hikaris Kraftfeld zu durchdringen, da es eine Art "negatives Quantenfeld" erzeugte. Entsprechend wäre ein Kampf gegen den Feind nahezu aussichtslos und nur dann potentiell erfolgreich, wenn man mit extremer Schnelligkeit und Härte alle Gefahrenquellen ausschalten würde. Daher wurde für den Fall einer Eskalation eine Kommandophrase mit Hidana vereinbart, der dann seinen verheerenden Meteoritenregen entfesseln würde. Die Phrase war ebenso kurz wie eindeutig: "Kuso!"
  3. Hikari sollte sich bereithalten, um die Aggressivität der Gegenseite im Ernstfall auf ein Minimum zu reduzieren und so vielleicht eine Deeskalation zu bewirken.
  4. Für den Fall einer Gefangennahme sollte sich Kenshin sofort unstofflich machen und so entkommen. Es würde dann seine Aufgabe sein, das Team wieder herauszuholen
  5. Um Nippontai informiert zu halten, würde Esther einen Bericht verfassen, der automatisiert verschickt werden würde, wenn sie nicht bis zum nächsten Morgen entsprechende anderweitige Befehle gegeben hätte. Der Bericht sollte alle bisherigen Informationen erhalten sowie die Tatsache, dass sie aller Voraussicht nach in Gefangenschaft geraten waren. Eine Rettung wurde darin aber nicht erbeten.

Letzte Vorbereitungen

Ein schlechtes Omen

Wie schon in den Tagen, holte Hidana auch dieses Mal wieder seine Zinnbecher und eine Flasche Shōchū hervor und verteilte diesen in den Bechern. Die Tradition besagte, dass derjenige, der beim Trinken als erstes hustete, im Kampf zuerst fallen würde. Und das, was ihnen bevorstand, könnte man gut als Kampf sehen.

Bisher war dies eigentlich immer recht harmlos verlaufen und niemand musste wirklich Husten. Aber dieses Mal verschluckte sich Esther an dem starken Schnaps und spuckte ihn sofort hustend wieder aus. Sie traf Hidana auf der Brust und löste erst einmal ein betretenes Schweigen aus.

War dies ein schlechtes Omen für die folgenden Gespräche? Oder vielleicht eine Warnungen an sie, es nicht zu einem wirklichen Kampf kommen zu lassen?

Nach diesem Erlebnis gingen die Wege der Gefährten erst einmal wieder auseinander um noch letzte Vorbereitungen zu treffen.

Kenshin und Hidana informierten sich vorab über die Webseite des Museums über die ungefähren Begebenheiten vor Ort und machten aus, dass sie etwa eine Stunde vor dem Rest des Teams eintreffen wollten. Kenshin um 14:55 Uhr, Hidana um 15:05. So würde Kenshin sich noch der Führung um 15 Uhr anschließen können.

Esther verfasste den zuvor besprochenen Bericht.

Frauendinge

Danach überlegte Esther, was die angemessene Kleidung für das Treffen sein würde und suchte eine entsprechende Garderobe zusammen.

Auch Hikari überlegte an ihrer Garderobe und dem Auftreten, das sie annehmen wollte. Sie schminkte sich gekonnt und bewusst japanisch mädchenhaft und hoffte, dass sie damit für eventuelle Aggressoren harmlos erscheinen würde.

Als sie gerade damit fertig war, klopfte es an ihrer Tür. Sie öffnete und fand Esther davor. Sie bat sie herein und die beiden führten mental ein kurzes Gespräch. Esther wollte sichergehen, dass Hikari auch wirklich bereit dazu war, ihre Kräfte, die sie ja bereits am Vortag einmal mehr selbst erschrocken hatten, im Ernstfall einzusetzen. Hikari wies die Sorge aber zurück und gab an, bereit zu sein.

Adrenocillin

Manuel recherchierte im OpNet und den Datenbanken von Nippontai über Adrenocillin und fand heraus, dass es tatsächlich recht unangenehm für Nova war. Für Menschen war es sogar sofort tödlich, Nova beraubte es nur ihrer Kräfte. Die notwendige Dosis variierte jedoch in Abhängigkeit davon, wie gut ein Nova den Quantenraum manipulieren konnte. Außerdem bezweifelte Manuel, dass die Substanz tatsächlich ein negatives Quantenfeld erzeugte. Das Kraftfeld von Hikari würde also vermutlich einen gewissen Schutz bieten. Die genaue Zusammensetzung konnte er nicht herausfinden. Wohl aber, welche Trägerstoffe und Sekundärstoffe normalerweise zusammen mit Adrenocillin eingesetzt wurden. Einige von diesen waren vermutlich sogar für Teile der Effekte verantwortlich, die dem Adrenocillin zugesprochen wurden. Und einige von ihnen hatten metallische Komponenten, so dass es vielleicht möglich sein würde, entsprechende Geschosse abzufangen.

Die Verabreichung erfolgte meist über eine Aerosol, so dass mindestens von den möglichen Vektoren Inhalation und Kontakt auszugehen war.

Auf jeden Fall beschloss Manuel nach ihrer Rückkehr nach Nippon zu versuchen, an eine Probe der Substanz zu kommen. Zum einen, um die Zusammensetzung genau zu kennen und so replizieren zu können. Zum anderen, um die Erfahrung, wie sich die Droge auswirkte, nicht erst im Ernstfall machen zu müssen, sondern vorher in einer kontrollierten Umgebung.

Abfahrt

Bedingt durch die Staus auf den Straßen mussten Esther, Hikari und Manuel vor den anderen beiden losfahren, obwohl sie erst eine Stunde nach ihnen ankommen würden.

Als sie sich dazu in der Lobby trafen, reagierte Manuel etwas verwirrt auf die Schminke, die Hikari trug. Sie war zwar nicht unbedingt eine Schönheit, aber auch nicht unansehnlich und das Make-Up löst eine Reaktion in ihm aus, die er in dem Moment nun wirklich nicht gebrauchen konnte. Aber nach einigen Sekunden konnte er sich wieder fassen und die mehrstündige Fahrt im Auto konnte beginnen.

Etwa eine Stunde später brachen dann auch erst Kenshin und dann Hidana auf und fuhren mit der Bahn zum Museum.

Kenshin erfuhr auf dem Weg und der Fahrt, dass er sich noch nicht so gut ans Blindsein gewöhnt hatte, wie er es gerne hätte. Aber auch, dass die Menschen in der Stadt sehr zuvorkommend und hilfsbereit waren.

Zwischen Tonkriegern und Agenten - Im Museum (13. September 2005)

Henan Museum mit Parkplatz

Vorauskommando

Kenshin

Der erste, der dann am Museum ankam war wie geplant Kenshin. Er ging hinein und bekam direkt die Information, dass die oberen beiden Etagen des an sich vierstöckigen Museums (Keller, Erdgeschoß, zwei Obergeschoße) wegen Reinigungsarbeiten am heutigen Tag geschlossen seien. Dafür war der Eintritt auch auf die Hälfte reduziert.

Die Führung, die bald losgehen sollte, war an sich bereits voll, aber auf Grund seines Behindertenstatus wurde eine Ausnahme gemacht und er bekam einen Apparat, der ihm die Exponate blindengerecht näherbringen sollte. Dann ging die Führung auch schon los und Kenshin nutzte sie wie geplant, um einen Eindruck vom Museum zu bekommen.

Die Leute in der Führung selbst waren offenbar alle wirklich Touristen. Er identifizierte verschiedene Sprachen und keine weiteren Auffälligkeiten.

Bei den restlichen Besuchern des Museums war das schon etwas anders.

An Hand der Laufgeräusche erkannte er bei auffallend vielen von ihnen einen gewissen Gewichtsüberschuss auf der rechten Körperseite. Vermutlich verdeckt getragene Schusswaffen. Außerdem schienen sich in der Nähe der Notausgänge stets Leute aufzuhalten.

Aus dem ersten Stock vernahm er Schritte von etwa 15-20 Personen.

Kuroi Kiri?

Er war noch dabei, die Eindrücke zu katalogisieren und an Esther weiterzugeben, als er mit einem Mal einen Windhauch spürte. Jemand hatte sich knapp an ihm vorbeibewegt. Aber ein Geräusch war kaum zu hören gewesen. Auch hörte er, dass andere dieser Gestalt offenbar Platz machten. Aber das eher durch zufällige Bewegungen und nicht wirklich bewusst.

Eine Kraft, die er bisher nur von einem einzigen Nova kannte: Kuroi Kiri!

War er hier? Konnte das sein? Wie konnte er von dem Treffen erfahren haben?

Es war auf jeden Fall Vorsicht geboten.

Er gab die Vermutung mental an Esther weiter, die davon so geschockt war, dass sie fast einen Unfall verursacht hätte. Aber zum Glück waren die Geschwindigkeiten im Stau so langsam, dass es nicht dazu kam.

Hidana

Auch Hidana war in der Zwischenzeit im Museum eingetroffen und hatte die selben Informationen wie Kenshin erhalten. Im Gegensatz zu diesem machte er sich alleine auf, um das Museum zu erkunden und schoss dabei allerlei Bilder von den Exponaten. Rein zufällig waren dabei aber immer auch Notausgänge, auffällig unauffällige Besucher, etc. zu sehen.

Diese Bilder schickte er an Esther, die sie an Manuel weiterreichte, der sie nutzte, um die recht grobe Karte von der Homepage des Museums zu verfeinern und taktische Details einzutragen, die relevant werden könnten.

Er erfuhr von Kenshin über das subvokale Kehlkopfmikrofon, das beide verdeckt trugen, von der Vermutung, dass Kuroi Kiri hier sein könnte. Er konnte den Verdacht aber weder bestätigen noch entkräften.

Offizielle Ankunft

Irgendwann lagen dann auch alle Staus hinter den drei restlichen Gefährten und sie konnten den Hotelparkplatz ansteuern. Er war nicht gerade leer, aber es war kein Problem einen Parkplatz zu finden.

Sichtung von Außen

Erst einmal nahmen die drei das Museum von Außen in Augenschein und brachten die von Manuel erstellte Karte mit der Realität in Einklang.

Dann ließ Manuel seine Sinne in den Quantenraum driften. Er fand, außer den erwarteten beiden anderen Teammitgliedern, eine Reihe von Quantensignaturen im Museum. Eine davon kannte er bereits. Chen Dao befand sich bereits im Gebäude. Ein weiterer Nova war ebenfalls anwesend, Manuel aber noch völlig unbekannt. Da die Signatur im stetigen Fluss war, stand zu vermuten, dass es sich um einen Gestaltwandler handelte. Von Kuroi Kiri war keine Spur. Es stand also zu vermuten, dass Kenshin eine der Kräfte von Chen Dao falsch gedeutet hatte.

Was Manuel aber überraschte war, dass sich noch mehrere dutzend kleinerer Quantensignaturen im Gebäude befanden. Gadgets offenbar. Getragen wurden sie von Baselines und er hatte nicht die Zeit, sie näher zu analysieren, auch wenn er es sehr gerne getan hätte.

Also teilte Manuel die gefundenen Informationen mental den anderen mit, unvollständig wie sie waren.

Begrüßung

Die drei steuerten auf den Eingang zu, vor dem sich gerade eine Reisegruppe aus fünfzehn deutschen Touristen sammelte. Da diese aber noch nicht vollständig war, konnten sie sofort zur Kasse, an er Esther gerade ansetzen wollte, Karten zu kaufen, als im Blick der jungen Dame hinter dem Schalte ein Erkennen offenbar wurde.

Vorsichtshalber blickte Esther in die Gedanken der Frau und sah, wie diese unter ihre Tastatur schaute. Dort lag ein Bild von Esther, von der Begegnung auf dem Parkplatz von gestern. Die Gedanken der jungen Frau gaben aber nicht mehr Informationen zu der Sache her, als ihre tatsächliche Ansprache an die drei es tat: "Ah, die besonderen Gäste. Herzlich willkommen im Henan Museum. Sie werden bereits in der ersten Etage erwartet. Und selbstverständlich müssen Sie keinen Eintritt zahlen:"

Mit diesen Worten händigte sie Esther drei Eintrittskarten aus und winkte einen jungen Mann herbei, der die drei direkt zu einer Treppe führte.

Am oberen Ende der Treppe standen zwei Messingpöle, die mit einer dicken, roten Samtschnur den Zugang versperrten. An der Schnur hing ein Schild mit der Aufschrift Wegen Wartung geschlossen.

Sie zogen einige Blicke auf sich, als sie dennoch nach oben gingen, diese verebbten aber alsbald. Auch der junge Mann öffnete zwar die "Schranke" für sie, verließ sie dann aber auch gleich wieder.

Gespräche

Erstes Obergeschoß im Museum

In der ersten Etage wurden die drei bereits von Chen Dao erwartet. Es waren auch einige weitere "Besucher" anwesend, die so taten, als würden sie Exponate betrachten. Eine Scharade, die im abgesperrten Teil eines Museums wenig Sinn ergab. Das erklärte sicherlich auch, dass sie sich nicht besonders viel Mühe gaben, unverdächtig auszusehen.

Von dem zweiten Nova, den Manuel wahrgenommen hatte, fehlte jede Spur. Aber da es sich um einen Gestaltwandler handelte, konnte er im Grunde überall sein. Eine der Wachen vielleicht? Oder ein Bild an einer der Wände?

Erstes Herantasten

Chen Dao begrüßte Esther als Alyssa Milano. Vielleicht hatte die Tarnung ja doch standgehalten? Da das noch nicht auszuschließen war, stellte Esther die beiden anderen auch mit den entsprechenden Tarnnamen vor. Sie ließ sich von Hikari den Whiskey reichen und bot dieses Geschenk Chen Dao dar. Wie es in China Sitte war, lehnte er es einmal ab, bevor er es dann doch annahm.

Anders als in Nippon, wo er das Geschenk erst nach Beendigung des Treffens geöffnet hätte, riss er das Papier sofort auf und fand den japanischen Whiskey vor. Es stellte sich heraus, dass er sich auf dem Gebiet auskannte, denn er erkannte sofort die Qualität und Seltenheit des Geschenkes. Und natürlich wurde ihm auch sofort bewusst, dass es aus Nippon stammte. Er fragte entsprechend nach, wie man denn trotz des UN Embargos gegen Nippon an so etwas herangekommen sein. Esther antwortete aber vorerst ausweichend damit, dass manche Geheimnisse besser gewahrt bleiben sollten.

Der verbale Schlagabtausch hatte begonnen.

Die Wahrheit

Chen Dao wiederholte die Fragen, die er schon am vorigen Tag gestellt hatte. Und Esther wiederholte ihre Antworten. Es wurde jedoch recht schnell klar, dass der Chinese sich darüber bewusst war, dass sie nicht zu Team Tomorrow gehörte. Entsprechend passte Esther ihre Antworten in diesem Bereich an und gab zu, vorher gelogen zu haben.

Daraufhin wollte Chen Dao wissen, was sie in China machte. Nachdem Esther ihm mit ihrer Antwort zu lange zögerte, wiederholte er sie. Dieses Mal jedoch mit einem Namen:

"Keigun Chosa Esther O'Hara, was macht ein Mitglied von Nippontai auf dem Boden eines Landes, mit dem ihr eigenes Land kurz vor einem möglichen Krieg steht?!"
"Sie sollten die Wahrheit antworten, denn in diesem Moment sind 18 Schusswaffen auf sie gerichtet!"

Und tatsächlich zogen in diesem Moment, sonderbar synchron, alle Achtzehn anwesenden Wachen ihre Waffen und richteten sie auf die drei Gefährten.

Das war auch der Moment, auf den Manuel gewartet hatte. Er hoffte, durch die Waffen einen Blick auf das Adrenocillin werfen zu können und dann die chemische Zusammensetzung zu kennen. Sollte dies gelingen, so konnte er im Konfliktfall die Kleidung von Chen Dao in diese Substanz verwandeln und ihn so hoffentlich ausschalten.

Er verengte seinen Blickwinkel extrem, holte den Lauf einer der Waffen ganz nah in sein Blickfeld. Und fand tatsächlich im Lauf eine Injektionsnadel vor. Leider konnte er aber nicht weiter blicken und so seinen Plan vorbereiten. Eine weitere Sache machte ihm dabei auch noch zu schaffen: Die Spitze war aus Keramik und nicht aus Metall. Sollten die Waffen zum Einsatz kommen, könnte das zum Problem werden.

Esther war dann auch klar, dass ein weiteres Festhalten an den bisherigen Tarnungen sinnlos gewesen wäre, und so stellte sie sich korrekt und offiziell vor und gab an, dass die Hogo Kyodai nicht aus kriegerischer Absicht im Land waren sondern im Gegenteil versuchten etwas zu erreichen, das für beide Länder von Vorteil war.

Identitäten

Bevor sie das aber weiter ausführen konnte, forderte Chen Dao erst einmal die Vorstellung des restlichen Teams.

Es stellte sich heraus, dass er auch die Identität von Hikari korrekt deduziert hatte. Eine seiner Bemerkungen ihr gegenüber - "Kindergärtnerin?! Sie sind keine Kindergärtnerin!" - setzte dabei einen Denkprozess in Hikari in Gang, der sie noch etwas beschäftigen sollte. Eine andere Äußerung - "Sie sind ein Schmetterling, der nach seiner Verpuppung kürzlich aus dem Larvenstadium entwachsen ist." - erinnerte Manuel an die Äußerungen von Divis Mal. Hatte dieser hier vielleicht auch wieder seine Finger im Spiel?

Manuel konnte er nicht richtig einordnen, aber auf seine Nachfrage, wo denn Iron Embers sei, stellt Esther die Verwechslung richtig. Chen Dao zeigte sich etwas verwundert, da er auf den Videos völlig anders ausgesehen hatte. Er verbeugte sich vor Manuel und gab zu verstehen, dass er Heldenmut, wie Manuel ihn am Edo Tower gezeigt hatte, geehrte werden müsse - völlig unabhängig der Nationalität.

Als Manuel dann richtigstellen wollte, dass Iron Embers nicht sein Name war, wurde schnell klar, dass Chen Dao auch über diesen bestens informiert war. Im Gegensatz zu den eher spöttischen Worten, die er an Hikari gerichtet hatte, waren es aber Worte der Wertschätzung und des Respektes.

Nach der nun korrekten Vorstellung fragte Chen Dao noch einmal, was Esther mit ihrem zweiköpfigen Team in China mache. Das "zweiköpfige" betonte er dabei in einer Art und Weise, dass Esther vermutete, dass er bereits wusste, dass es mehr Personen waren. Sie war sich aber nicht völlig sicher, ob er nicht vielleicht doch nur bluffte. Auch riet ihr Bauchgefühl ihr dringend, noch weiter einen Trumpf in der Hinterhand zu behalten. Entsprechend gab sie, auch gemäß der vorher geschmiedeten Pläne, Hidana zu erkennen. Und auch über diesen hatte Chen Dao einige Informationen. Diese präsentierte er jedoch nicht ganz so spontan wie die über die anderen Anwesenden, so dass Manuel mutmaßte, dass er diese erst nach der "Enttarnung" von Mitarbeitern zugespielt bekommen hatte.

Zuletzt wollte Chen Dao dann noch wissen, wo denn Die Unbesiegbare sei. Diese Frage verwunderte die Anwesenden auf unterschiedliche Art und Weise. Hikari konnte mit dem Namen einfach nichts anfangen. Die anderen beiden konnten ihn sehr wohl Yumi Kara zuordnen, waren aber äußerst erstaunt, dass der Chinese sich überhaupt an sie erinnerte. Bisher hatten das nur Nova getan, die direkt mit ihr zu tun gehabt hatten. Wo also war die Verbindung.

Erst später sollte Manuel auffallen, dass Yumi Kara bisher nur von Personen als Die Unbesiegbare bezeichnet worden war, die nicht aus dieser Welt stammten, sondern aus der Heimatrealität von Yumi Kara.

Die Frage gestellte Frage beantwortete Esther so korrekt wie wenig informativ mit "Sie befindet sich an einem anderen Ort."

Motivationen

Als alle korrekt vorgestellt worden waren, verlangte Chen Dao von jedem der Anwesenden eine persönliche Stellungnahme, warum sie in China seien und erhielt entsprechende Antworten.

Hikari gab an, hier zu sein um Menschenleben zu schützen. Sie hatte mit eigenen Augen die Gefahr gesehen, die von den Senchineru ausging.

Manuel erklärte, dass er hier war, um der Obsidianen Schlange einen Schlag zu versetzen. Aber auch, weil die Arbeit von Dr. Onishi Chigiro ihn sehr faszinierte und er hoffte, von ihm etwas lernen zu können wenn er die Chance hätte, mit ihm zu sprechen.

Überzeugungsarbeit

Nachdem die wahren Identitäten nun geklärt und damit beide Komponenten des Geschenkes überreicht worden waren, konnte Esther damit beginnen, auf Chen Dao einzureden und ihn auf ihre Seite zu ziehen. Dabei ging sie gewohnt direkt und forsch vor, was irgendwann dazu führte, dass Chen Dao sich genötigt sah, ihren entsprechenden Ruf anzusprechen und zu bestätigen.

Das Gespräch drehte sich eine Zeit lang um den Konflikt der beiden beteiligten Staaten, die persönliche Loyalität von Esther und die Bedeutung der Anwesenheit der drei vor Ort. Dabei wurde offenbar, dass Chen Dao über eine Quelle im Inneren von Nippontai verfügen musste, denn er bezog sich in einer seiner Aussagen auf den Ausspruch von Esther am Ende der Ehrungszeremonie nach dem Besuch der Vulkaninsel. - "Ich liebe Japan".

Auch Sanmiittai war offenbar weniger geheim als die Hogo Kyodai bisher geglaubt hatten. Denn auch auf diesen bezog sich Chen Dao als er preisgab, dass er über die Fähigkeiten von Esther nicht vollständig bescheid wüsste, da er nicht an der "KI von Nippontai" vorbeigekommen sei.

Die Identität des Erpressers von Dr. Onishi Chigiro - Kuroi Kiri - wurde in diesem Gespräch ebenso erwähnt wie der Einsatz von Waffen, die das Reisbällchen geschaffen hatte, zu terroristischen Zwecken auf dem Boden Nippons

Kernthemen

Nach und nach näherten sich die Gespräche aber den eigentlichen Kernthemen.

Zuerst ging es um die Obsidiane Schlange und die bereits bekannten Köpfe. Genannt wurden dabei die Yakuza und Kuro-Tek sowie die Verbindung zu zwischen diesen beiden in Form von Nakamuro Yoshiro, CEO von Kuro-Tek und mutmaßlicher Oyabun der Yakuza.

Über Kuro-Tek kam das Gespräch dann auf die Senchineru und warum Nippontai versuchte, die Produktion von diesen zu verhindern. Entsprechend berichtete Esther von ihren bisherigen Erkenntnissen und Visionen, was diese anbelangte.

Die andere Realität zum ersten

In diesem Moment war es, dass Manuel die Bezeichnung von Yumi Kara als Die Unbesiegbare wieder in den Kopf kam und er die entsprechende Verbindung ziehen konnte. Er ergriff das Wort und erzählte von dieser anderen Realität - wohl wissend, dass Chen Dao über diese selbst bereits Informationen haben musste.

Dieser Moment war es auch, in dem Hikari eine winzige Veränderung in den Reaktionen von Chen Dao verspürte. Seine Haltung wandelte sich langsam aber sicher zu ihren Gunsten.

Visionen

Nach dieser Wandlung dauerte es nicht mehr lange, bis Chen Dao bereit war, sich die Visionen von Esther anzusehen. Also begab man sich in eine Ecke, die aus der unteren Etage unmöglich einsehbar war.

Esther setzte sich den Holohelm auf und projizierte alle Visionen, die mit den angesprochenen Themen zu tun hatten.

Eine dieser Visionen war der zweite Zeitpunkt, an dem eine Veränderung bei Chen Dao sichtbar wurde: Bei der Vision einer möglichen Zukunft sah man auf einer taktischen Karte mehrere Städte, die von Atomangriffen zerstört worden waren. Und eine dieser Städte war Beijing gewesen.

Team Tomorrow

Nach Ende der Visionen dankte Chen Dao zuerst mit einer Verbeugung für diese Informationen. Dann sprach er zu einem der Exponate - eine Tonstatue eines Pferdes - und sagte, dass es an der Zeit sei, die Scharade zu beenden.

Die Statue begann zu zerfließen, sammelte sich in einer Pfütze auf dem Boden. Aus dieser Pfütze wuchs dann bald ein Mann hervor, dessen Gesichtszüge einiges mit einer Ratte gemein hatten. Und dieser trug völlig unverkennbar die Abzeichen eines Mitglied von Team Tomorrow.

Esther ging in diesem Moment auf, dass das Telefongespräch, was sie am Morgen mental belauscht hatte, offenbar tatsächlich wörtlich gemeint gewesen war. Und vor ihr stand der besagte Gast, der vom Flughafen abgeholt worden war. Diese Erkenntnis, gemischt mit der Spannung der Situation, die immer mehr nachließ, lösten einen spontanen Lachanfall bei ihr aus. Dieser wurde zwar durchaus verwundert registriert, aber dann mit einem Kopfschütteln übergangen.

Der neue aufgetauchte Nova stellte sich als Steven Kwang - Codename Shaper - und als Mitglied von Team Tomorrow Asia/Pacific vor. Er war selbst gebürtiger Chinese, aber im Alter von zwei Jahren zusammen mit seinen Eltern nach Los Angeles ausgewandert. Er berichtete, dass die entsprechende Anfrage nach einem Black Ops Team von T2M diese auf den Plan gerufen worden waren. Daraufhin war er entsendet worden, um die Situation klären zu helfen.

Auch gab er zu verstehen, dass sich in Indien ebenfalls ein Konflikt mit der Obsidianen Schlange abzeichnete, weshalb Pratima 'Splash' Basham großes Interesse an weiteren Informationen zu dieser hätte. Chen Dao unterbrach ihn aber an dieser Stelle und sagte, dass derartige Gespräche gerne auf indischem Boden geführt werden könnten. Dann schickte er Shaper erst recht höflich und, nachdem dies nicht funktioniert hatte, etwas deutlicher, fort. Das was nun folgen sollte, ging Team Tomorrow nichts mehr an.

Pläne?

Nachdem der Gestaltwandler fort war, stellte Chen Dao die Frage, was die Hogo Kyodai ihm denn nun überhaupt noch bieten konnten, nachdem sie ihm alle ihre Informationen bereits zum Geschenk gemacht hatten.

Esther erklärte, dass der vorliegende Vorgang eine Möglichkeit war, gemeinsam gegen einen gemeinsamen Feind zu arbeiten. Dass sie helfen wollten, diesem einen Schlag zu versetzen. Und dass Kuroi Kiri sowieso Jagd auf sie mache und sie daher kein Problem damit hätten, sich weiter mit ihm anzulegen.

Hikari wies auch noch darauf hin, dass sie durch die geplanten Aktionen in der Lage seien, viele Menschen vor Schaden zu bewahren. Sie wies auch darauf hin, dass es ja nicht darum gehe, Dr. Onishi nach Nippon zu extrahieren, sondern darum, ihn und seine Familie zu schützen. Und zu guter Letzt gab sie zu verstehen, dass sie als Nova viel besser in der Lage wären, Dr. Onishi und seine Familie vor Kuroi Kiri zu schützen als menschliche Sicherheitsleute.

Esther gab auch noch zu bedenken, dass Kuroi Kiri vielleicht sogar einige der Sicherheitsleute unterwandert habe und so erst einen Zugriff auf den Doktor und seine Familie bekommen hatte.

Kurze Bedenkzeit

Besonders dieses letzte Argument empörte Chen Dao sehr, denn er wollte nicht an der Loyalität der Männer zweifeln, die dort im Einsatz waren. Aber dennoch schien er weiter darüber nachdenken zu wollen und bat sich einen Moment Bedenkzeit aus. Er gelobte, dass die Gefährten in Sicherheit wären, so lange sie sich im Museum aufhielten und gemahnte sie, dieses nicht zu verlassen.

Er winkte wieder den jungen Mann herbei, er die drei schon nach Oben geführt hatte und dieser führte sie zur Museumsbar.

Museumsbar

Dort gesellte sich alsbald auch Hidana hinzu. Er wollte sich gerade unauffällig an einen anderen Tisch setzen, als ihm offenbart wurde, dass seine Tarnung nicht länger erforderlich sei, da Chen Dao bereits wusste, wer er war. Er zuckte mit den Schultern, winkte einem der Wachmänner lässig zu und setzte sich dann zu den anderen.

Esther war nach einem starken alkoholischen Getränk, aber leider gab es diese hier nicht, und so nahm sie mit einem Kaffee vorlieb. Dieser war zwar auch nicht besonders gut, aber besser als gar nichts.

Dann öffnete Esther einen telepahtischen Kanal zu Hidana, was diesen nicht besonders erfreute. Aber so konnte ihm zumindest grob erklärt werden, wie der aktuelle Stand war.

Manuel untersuchte währenddessen den Quantenraum. Zwei Dinge waren dabei für ihn von Interesse:

Zum Einen suchte er Shaper, den er auch sehr schnell fand. Aktuell war er, als Ventilator getarnt, direkt über ihrem Tisch. Das teilte er den anderen mental mit, die daraufhin zum Ventilator aufblickten. Esther sprach diesen auch an, bat ihm an, sich zu ihnen an den Tisch zu setzen, aber er reagierte nicht darauf.

Das zweite, was Manuel untersuchen wollte, war die Signatur von Chen Dao. Nach den Informationen aus dem Gespräch war klar, dass er offenbar in Verbindung mit der parallelen Welt stand, also suchte Manuel gezielt nach der entsprechenden Resonanz. Was er dabei fand überraschte ihn ein wenig: Chen Dao trug tatsächlich eine entsprechende Resonanz in sich. Aber nicht wie jemand, der aus dieser anderen Welt stammte, sondern viel mehr wie jemand, der viel mit ihr in Kontakt gekommen war, vielleicht sogar einige Jahre dort gelebt hatte.


Cybermen

Kenshin nutzte den Moment der relativen Ruhe ebenfalls, um mehr über die Gegenseite in Erfahrung zu bringen. Die Simultanität der Wachen hatte ihn überrascht und so begab er sich unter einige von ihnen und horchte näher nach.

Was er hörte war nicht das, was er vermutet hatte. Er hatte gedacht, dass die Wachen Androiden waren, so wie im Einwohnermeldeamt. Aber die Geräusche deuteten eher darauf hin, dass es tatsächlich Menschen waren. Menschen, deren Körper mit Cyberware verändert worden war. Etwas, was er bisher nur als Science Fiction kannte.

Diese Cyberware waren wahrscheinlich die Gadgets, die Manuel bei seinem Scan gefunden hatte.

Auflagen

Nach nicht allzu langer Zeit ließ Chen Dao die Gefährten - dieses Mal zusammen mit Hidana wieder heraufführen zu ihm.

Hidana stellte sich formell vor und wurde entsprechend von Chen Dao begrüßt.

Dann erklärte dieser seinen Entschluss:

Er würde den Einsatz der Hogo Kyodai dulden. Aber nur, wenn einige Auflagen dabei erfüllt werden würden:

  1. Von jetzt an würde Chen Dao über jeden der Schritte des Teams vorher informiert werden
  2. Eine Beschädigung von chinesischem Staatseigentum sollte keinesfalls stattfinden
  3. Der Plan zu Befreiung von Dr. Onishi und seiner Familie sollte genau ausgearbeitet werden und dann Chen Dao zur Absegnung vorgelegt werden, bevor er durchgeführt wurde
  4. Die bisherigen Tarnidentitäten sollten weiter verwendet werden
  5. Der Ort, an den Dr. Onishi und seine Familie verbracht werden sollte, wurde von Chen Dao festgelegt
  6. Die Zusammenarbeit fand auf geheimdienstlicher Ebene statt. Keine der beiden Regierungen war daran beteiligt. Dies stellte für beide Seiten eine große Gefahr dar, war aber die einzige Möglichkeit in der derzeitigen Lage, in der sich die Länder befanden

Esther akzeptierte diese Auflagen nach kurzen Nachdenken, gab aber auch noch zu verstehen, dass ihr nicht nur an einer Duldung sondern an einer echten Kooperation gelegen war. Das würde die Durchführung sehr viel einfacher machen und auch dafür sorgen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Fehlschlages rapide sank.

Chen Dao war davon zuerst nicht begeistert, konnte aber am Ende davon überzeugt werden, einzuwilligen.

Das Einholen von Informationen und einige andere Punkte, die sonst problematisch gewesen wären, würden so nun eine Kleinigkeit sein.

Die andere Realität zum zweiten

Chen Dao wollte seine "Gäste" gerade entlassen, als Manuel noch einmal das Wort an ihn richtete. Er gab zu verstehen, dass er wusste, dass Chen Dao eine Zeit lang in der anderen Realität gelebt haben musste und wollte von ihm wissen, ob er dort etwas über Kuroi Kiri gelernt hatte, was ihnen in dieser Welt vielleicht helfen konnte.

Der Chinese war über die Frage erstaunt und stellte im Gegenzug die Frage, was denn Manuel über die andere Welt wisse. Dieser gab einen kurzen Abriss über die bisherigen Kontakte. Dabei blieb er oberflächlich genug, um nicht zu viel zu verraten.

Chen Dao bestätigte alle Informationen und gab zu verstehen, dass in China noch zwei Punkte existierten, an denen einen Mikrokonvergenz der Welten stattfand. Diese waren winzig klein, aber dennoch groß genug, um Probleme zu verursachen. Auch deutete er an, dass es Leute gäbe, die von einer Welt in die andere gewechselt seien und ebenso solche, die diesen gefolgt seien, um sie zu jagen. Offenbar meinte er damit Kuroi Kiri und sich selbst.

In dem Gespräch wurde ebenfalls klar, dass Chen Dao zwar wusste, dass der Tag des Anschlags auf die U-Bahn in Edo der Tag der ersten Konvergenz gewesen sei. Was er aber nicht wusste war, dass diese beiden Ereignisse eng miteinander verbunden waren und der Auslöser für die Konvergenz vermutlich im Untergrund von Edo lag. Manuel sah auch keinen Grund, ihm diese Informationen zum aktuellen Zeitpunkt mitzuteilen.

Rückkehr ins Hotel

Nach dem Gespräch löste sich das Treffen dann recht schnell auf und die Gefährten fuhren zum Hotel zurück. Kenshin wieder mit der Bahn, der Rest im Auto. Die Rückfahrt verlief wesentlich staufreier als die Hinfahrt. Hidana schob das auf seine Anwesenheit, da er oftmals solches Glück hatte. Vielleicht war es aber auch einfach nur die spätere Uhrzeit und somit der ausgeklungene Berufsverkehr.

Im Hotel angekommen begannen mit der Planung ihres weiteren Vorgehens.

Vorbereitung und Planung des Zugriffs (14.-15. September 2005)

Auskundschaften

Um einen genaueren Plan zu fassen, mussten aber erst einmal einige Informationen eingeholt werden

Arbeitsstätte

Hidana erhielt den Auftrag, ein Auge auf die Arbeitsstätte von Dr. Onishi zu halten. Diese war aber die ganze Zeit über absolut unergiebig und Dr. Onishi kehrte in beiden Nächten nicht nach Hause zurück.

Wohnstätte

Einen Lageplan der Wohnung von Dr. Onishi und seiner Familie erhielt das Team von Chen Dao. Sie lag im zweiten Stock eines der Gebäude in der japanischen Gated Community.

Hikari beobachtete das Haus und die Wohnung sowohl im Überflug als auch aus einem hohen Baum in der Nähe.

  • Auf den beiden Parkplätzen, die zu der Wohnung gehörten, standen zwei Wagen: Ein Kleinwagen, der regelmäßig bewegt wurde sowie eine Mercedes-Limousine, die schon länger nicht bewegt worden war.
  • Die Vorhänge der Wohnung waren stets zugezogen, so dass ein Einblick unmöglich war
  • Ab und zu ging einer der Wachmänner, die sich stets in der Wohnung befanden, auf den Balkon um dort zu rauchen
  • Die beiden Kinder der Familie gingen auf eine Privatschule, die ebenfalls in der Gated Community lag.

Manuel hatte sich des Nachts auf einem Flachdach gegenüber der Einfahrt in die Gated Community positioniert um die Sicherheitsmaßnahmen in Augenschein zu nehmen. Wie zu vermuten gewesen war, mussten Besucher angemeldet sein, aber dank der Hilfe durch Chen Dao würde es kein Problem sein, auf dieser Liste zu stehen.

Was bin ich?

Während der Observation der Gated Community fand sich dann auch die Zeit für ein Gespräch, um das Hikari Manuel gebeten hatte. Sie brauchte, so sagte sie, ein "unemotionales" Gespräch, weshalb sie damit zu ihm kam.

Die Äußerung Chen Daos, dass sie keine Kindergärtnerin (mehr) sei hatte sie tief bewegt. Im Zusammenhang mit dem, was Divis Mal ihr am Abend zuvor darüber gesagt hatte, wie er ihr neues Dasein und die damit verbundene Verantwortung bewertete, hatte es sie sehr nachdenklich gemacht. Und so sprach sie Manuel darauf an, der ihr, ebenso, wie Chen Dao es angedeutet hatte, klarmachen wollte, dass sie nach ihrer Eruption viel mehr war als vorher und eine Arbeit als Kindergärtnerin eine Verschwendung wäre. Sie dachte an das Beispiel, mit der großen Schwester, die sich um ihre Geschwister kümmerte.

Hikari fragte daraufhin, ob sie denn nicht, ob ihrer Talente und Erfahrung, eine andere Art Kindergärtnerin sein könne. Nicht für Kinder in einem Kindergarten, sondern für eben für andere.

Manuel verstand nicht wirklich, worauf sie hinaus wollte, aber seine Äußerungen und Ausführungen halfen Hikari dennoch bei ihrem Gedankengang und entsprechend bedankte sie sich bei ihrem Sensei.

Zielort

Esther ließ sich von Chen Dao sagen, an welchen Ort denn Dr. Onishi nebst Familie nach der Extraktion verbracht werden sollte. Zu ihrer Überraschung handelte es sich dabei um das Shaolin-Kloster unweit der Stadt.

Zusammen mit Kenshin machte sie vom Hotel aus einen Tagesausflug dorthin. Wenn sie den Ort kannte, würde es sehr viel leichter sein, ein Portal dorthin zu öffnen.

Da die Szene aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit im Raffer abgehandelt wurde, 
können Beteiligte sich hier ein Bild machen http://de.wikipedia.org/wiki/Shaolin
und hier http://www.shaolin.org.cn/en/index.aspx

Plan

Mit den gesammelten Informationen kristallisierten sich langsam aber sicher zwei mögliche Pläne heraus:

Zugriff an einem Ort

Der bevorzugte Plan sah vor, dass Dr. Onishi sich zuhause bei seiner Familie befand. Sollte er dies nicht ohnehin in einer der kommenden beiden Nächte tun, würde man nachhelfen müssen. Dabei war noch nicht ganz klar, wie diese Nachhilfe aussehen sollte. Alle entsprechenden Vorschläge - telepathische Manipulation, emotionale Manipulatio, Provokation eines Zwischenfalls auf dem Schulhof - hatten den einen oder anderen Nachteil.

Sobald sich nun aber Doktor und Familie in der Wohnung befanden, würde man warten, bis erneut eine der Wachen auf den Balkon ging, um zu rauchen. Hikari würde die offene Balkontür nutzen, um in die Wohnung zu gelangen und dort die Wachen lethargisch zu machen. Während dessen würde Manuel an der Eingangstür das Schloss verändern, so dass der Rest ins Haus gelangen konnte. Man würde in die Wohnung eindringen - entweder über Manuels Kräfte oder indem Hikari sie von innen öffnete. Dort angelangt würden die Wachen gesichert werden und dann die Zielpersonen mit einem Portal extrahiert werden.

Zugriff an zwei Orten

Der von Hidana bevorzugte Plan war der Ausweichplan für den Fall, dass Dr. Onishi seine Familie nicht besuchte.

In diesem Fall würde ein Team der Staatspolizei von Chen Dao zusammen mit Hidana in der Wohnung die Familie sichern, während zeitgleich die Hogo Kyodai an der Arbeitsstätte den Doktor extrahieren würden.

Danach würde man sich zu einem gemeinsamen Treffpunkt begeben - oder Esther würde ein Portal in die Wohnung öffnen - und von dort mittels Portal zum Zielort gelangen.

Für diesen zweiten Plan waren die Details allerdings noch weit weniger ausgearbeitet als bei dem ebenfalls noch recht skizzenhaften ersten Plan.

Anerkannt EP: 4
+1 für Holger

Zurück zu Kapitel 23: Zwischen Smog und Androiden

Weiter zu Kapitel 25: Zugriff!