Kapitel 37: Childhood's End

Aus Aeonversum
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Audienz beim Drachen (09. Dezember 2005)

Für den 09. Dezember 2005 hatte Ryu ein persönliches Treffen zwischen ihm und den Hogo Kyodai anberaumt. Die offizielle Natur dieses Treffens war sofort offenbar geworden. Was hier besprochen werden würde, würde den Weg der Hogo Kyodai in der Zukunft maßgeblich beeinflussen.

Vorbereitung und Überlegungen

Entsprechend traf man sich im Vorfeld, um die Themen, die vermutlich angesprochen werden würden, zu besprechen und die zu treffenden Aussagen abzustimmen. Wenn es schon böse Überraschungen geben sollte, so sollten diese wenigstens nicht von innerhalb des Teams kommen. Eine gemeinsame Linie war unabdingbar, und Esther wollte diese nicht im Alleingang bestimmen.

Allen war klar, dass sie mit ihren Ausführungen immer so nah es ging an der Wahrheit bleiben wollten. Aber gerade der vermutlich wichtigste Punkt des Treffens warf dabei gewisse Probleme auf: Donahue und seine Fraktion. Wie sollte man bei der Wahrheit bleiben, wenn das Edikt legitim war und man ihm folgte? Und war der Mann tatsächlich legitimiert, dieses Edikt anzuführen? Würde man diesem in dem Falle überhaupt folgen?

Es wurden lange Gespräche geführt und die verschiedenen Optionen durchgesprochen. Am Ende kam das Team dabei zu folgendem Konsens:

  • Die Legitimation Donahues wurde angezweifelt und dem Edikt damit nur geringes Gewicht beigemessen.
  • Selbst in dem Fall, dass das Edikt echt war, überwog die Loyalität gegenüber Nippontai und dem Land Japan an sich bei Weitem die Loyalität gegenüber der Person des Kaisers.
  • Die Entscheidung, wie mit der geheimnisvollen Organisation umzugehen war, konnte und wollte das Team Ryu nicht abnehmen. Dies würde ihre Befugnisse bei weitem übersteigen.

Dementsprechend wollte das Team vollständig offen vorgehen und auch nicht über mögliche und von Hikari vorgeschlagene Umwege, die möglich gewesen wären, die Informationen an ihren Daimyo herantragen. Auch wenn es sie potenziell ihre Stellung bei Nippontai kosten würde. Oder vielleicht sogar ihre Freiheit.

Audienz

Als es dann soweit war, begab sich das Team in den höchsten Turm der Festung. Gemäß der offiziellen Natur des Ganzen trugen sie dabei auch entsprechende Kleidung sowie ihre Daishos.

Oben angekommen wurde den beiden anwesenden Wachen die Audienz als Grund zu Anwesenheit genannt. Eine der Wachen verschwand daraufhin im Audienzraum und kam kurz darauf wieder heraus, um das Team hereinzubitten. Zur großen Überraschung des Teams war Ryu bereits anwesend und stand am Fenster, dem Team den Rücken zuwendend und saß nicht auf dem kleinen Podest am Kopf des Raumes. An sich hätte es ihm gemäß seiner Stellung zugestanden, erst nach den anderen in den Raum zu kommen und diese auf sich warten zu lassen. Ein Zeichen dafür, dass es zwar ein offizielles Treffen war, aber keines von höchster Form?

Ein Teil des Raumes war mit einem Tuch abgetrennt, hinter dem sich, wie ein rascher Blick Manuels in den Quantenraum ergab, O'Kage aufhielt. Ansonsten war der Raum bis auf drei Kissen vor dem Podest leer. Die Gefährten nahmen in ihrer üblichen Aufteilung auf diesen Kissen Platz und verneigten sich tief vor Ryu. Der offizielle Teil des Treffens hatte begonnen. Erst dann setzte sich Ryu auch auf die Kissen auf dem kleinen Podest.

Was nun folgte, war ein Bericht von Esther über die Geschehnisse des letzten Wochen. Nur an einer Stelle - als es um die Rettung Okura No Onis ging - wandte sich Ryu direkt an Hikari und forderte ihre Sicht und Begründung für ihre Taten. Alles in allem schien der Daimyo mit dem Bericht zufrieden und akzeptierte auch Hikaris Erklärung. Alles lief besser als erwartet.

Aber dann kam die Sprache auf Donahue und das Treffen im Kaiserpalast und Esther berichtete, wie zuvor besprochen, in allen Details davon. Und bei diesem Bericht versteinerte die Miene Ryus mit jeder Sekunde weiter. Was er zu hören bekam, schien ihm alles andere als zu gefallen. Er fragte mehrfach bei Details nach und hinterfragte auch die Begründung des Teams, die Legitimität des Edikts anzuzweifeln. Die Antwort Esthers, dass sie sich nicht vorstellen konnten, dass Japan derartige Macht in die Hände eines Gaikujin legte, sorgte sogar für ein überraschtes Husten O'Kages von hinter dem Vorhang, aber Ryu schien sie zu akzeptieren. Am Ende fragte er, ob sich Esther der vollen Konsequenzen ihrer Behauptungen für sich und ihr Team bewusst sei, was diese bejahte.

Daraufhin dankte Ryu dem Team für seine Dienste und beendete das Treffen sehr schnell. Völlig untypisch und vorbei an allen Etiketten wurde das Team aus dem Raum komplementiert, noch während Ryu selbst sich erhob und auf den Vorhang hinter ihnen zuging. Er musste sich offenbar mit O'Kage besprechen.

Spontane Abreise

Noch während das Team sich auf den Weg nach unten machte, hörten sie bereits, wie im Hof der Festung mehrere Helikopter startklar gemacht wurden. Kurze Zeit später sahen die Gefährten dann, wie Ryu, O'Kage und Naginata in die Helikopter einstiegen und diese sich auf den Weg in Richtung Edo City machten.

Vision über mögliche Zukünfte

Esther hatte bei dem Ganzen ein sehr ungutes Gefühl und so nutzte sie ihre Kräfte, um eine kurze Vision über die Zukunft zu erhaschen. Sie sah, dass noch sehr viel in Bewegung war, die Zukunft noch in verschiedenen Richtungen ausschlagen konnte. Aber in dem Wirrwarr der Zeitlinien fand sie zwei, die stark genug waren, um sie zu verfolgen:

Abdanken

Ryu trat vor den Kaiser und forderte von diesen eine Information darüber, ob noch eine weitere, geheime, Instanz für die Sicherheit Japans zuständig war, von der er nichts wusste. Auf eine entsprechende Antwort des Kaisers hin bat Ryu um Verzeihung für sein offensichtliches Versagen, denn nur so konnte die Notwendigkeit für diese Instanz ja überhaupt auftreten. Er dankte ab, übergab die Leitung von Nippontai an O'Kage und verließ den Palast. Der Kaiser wandte sich daraufhin an O'Kage und trug diesem auf, dafür zu sorgen, dass Ryu nicht in der Zukunft zu einem Problem werden konnte.

Konfrontation

In dieser zweiten Version war Ryus Auftreten von Beginn an aggressiver. Er forderte nicht die Information, ob eine andere Behörde existierte, sondern warum dies der Fall war und warum der Kaiser ihm nicht genug vertraute, davon zu wissen. Der Kaiser antwortete ihm, aber die Antwort ließ Ryu nur noch wütender werden und er griff den Kaiser an.

Dann veränderte sich der Blickwinkel und Esther sah Kenshins Vater, der soeben den Befehl erhielt, Plan Ni in Kraft zu setzen.

Warnung an O'Kage

Beide Versionen der Zukunft behagten Esther ganz und gar nicht, und daher kontaktierte sie O'Kage in einem der Helikopter, um ihm von dem Inhalt der Vision zu erzählen und bat ihn, darauf zu achten, dass es nicht soweit kommen würde. O'Kage war ebenfalls erschrocken von den Resultaten und versprach, es zu versuchen. Er gab aber auch zu verstehen, dass es nicht eben einfach sein würde, Ryu zu bremsen, sobald dieser einmal in Fahrt war. Dann landeten die Helikopter auch bereits und O'Kage musste sich um andere Dinge kümmern.

Auf der Festung (09. Dezember 2005)

Nervöse Stimmung

Als das Team nach Esthers Vision durch die Festung ging, bemerkten Esther und Hikari schon bald eine sehr nervöse Grundstimmung. Die Soldaten und das andere Personal hatten den raschen Aufbruch auch bemerkt und machten sich natürlich ebenfalls Gedanken darüber, was geschehen sein mochte. Und was noch erschwerend hinzukam: Außer den Hogo Kyodai waren keine weiteren Atarashi Koka mehr anwesend.

Sichtbarkeit

Entsprechend dieser letzten Erkenntnis entschied das Team, nicht direkt und offiziell die Kontrolle zu übernehmen, sondern statt dessen an gut sichtbarer Stelle zu verweilen, für den Fall dass sie gebraucht werden würden. Also begaben sie sich in die Messehalle und wollten dort etwas essen und Go spielen. Wenn es ein Problem gab, wüssten so genug Soldaten, wo sie zu finden waren. Und wenn es keines gab, gab es auch keine Notwendigkeit, irgendwelche Befehle zu geben.

Krisenbericht im Fernsehen

Doch schon, als das Team in der Kantine ankam, sahen sie, dass ihr Plan nicht aufgehen würde. Im Fernsehen lief gerade ein Livebericht vom Nakatomi Plaza. Dort fand offenbar gerade ein regelrechter Krieg zwischen der Polizei und einige Yakuza statt. Der Bericht im Fernsehen sprach auch von mehreren Geiseln und offen wurde die Frage gestellt, ob und wann Nippontai eingreifen würde, denn die lokalen Kräfte waren ganz offensichtlich mit der Situation überfordert.

Aufrüsten

Da sonst niemand da war, mussten die Hogo Kyodai sich des Problems annehmen. Das genau war es, wofür sie stehen wollten: Der Schutz der Menschen vor sinnloser Gewalt. Also wurden Kampfanzüge und Waffen bereitgemacht.

Esther suchte noch den wachhabenden Offizier auf und teilte ihm mit, dass auch sie nun die Festung verlassen mussten.

Sanmiittai fragte daraufhin Manuel, ob er ebenfalls in Verteidigungsmodus gehen sollte. Das war von daher verwirrend, dass nicht Manuel sondern Esther die ranghöchste Anwesende war. Warum fragte die KI also Manuel? Auch als Manuel genau darauf hinwies, verhielt sich Sanmiittai merkwürdig. War er gerade dabei, eine Persönlichkeit zu entwickeln?

Esther entschied, dass der Verteidigungsmodus noch nicht angebracht sei, übertrug aber die Kontrolle darüber auf die Kommandostruktur der wachhabenden Soldaten.

Hikari sendete Hidana noch eine Nachricht, dass er sich keine Sorgen machen sollte und sie sich melden würde, wenn sie zurück sei.

Damit waren alle Vorbereitungen getroffen, und das Team konnte sich von einer potenziellen Krise zu einer akuten aufmachen.

Nakatomi Plaza (09. Dezember 2005)

Ankunft

Esther kannte den Plaza nicht genau, aber mittels einer Karte war er schnell genug gefunden. Und an Hand der Bilder im Fernsehen, konnte sie auch schnell ausmachen, wo sie medienwirksam am effektivsten auftauchen konnten. Also öffnete sie ein Portal in die Nähe der Polizeitruppen, die vor Ort waren.

Wie so oft war es Manuel der zuerst durch das Tor schritt. Fast wäre er dabei von einem Fahrzeug getroffen worden, das eigentlich auf die Polizeistellung geschleudert worden war, aber er konnte es noch rechtzeitig abfangen und als mobile Deckung für die Ankunft der anderen verwenden.

Lage vor Ort

Polizei

Esther begab sich sogleich zur Kommandostelle der Polizei und forderte, mit der verantwortlichen Person zu sprechen, damit die Bemühungen koordiniert werden konnten. Wie sie bald feststellte, handelte es sich dabei um eben jene Kommissarin Yogo Kumari, die schon am schwarzen Lotus so problematisch gewesen war. Und auch dieses Mal zeigte sie sich zuerst widerwillig und wenig kooperativ. Erst, als Esther ihr klar gemacht hatte, dass sie nur hier waren, um zu helfen, begann sie langsam etwas aufzutauen.

Die Polizei war, wie sich herausstellte, sowohl was Bewaffnung als auch Anzahl betraf der Yakuza vor Ort unterlegen. Das, was sich in de, Gebäude abspielte, war ein regelrechter Krieg und es waren mehrere Atarashi Kokka daran beteiligt. Daher hatte die Polzei es vorgezogen, sich erst einmal herauszuhalten und die umliegenden Gebäude und Menschen zu beschützen. Ein Versuch, den Konflikt zu beenden, wäre sinnlos gewesen.

Yakuza-Familien

Auf Seiten der Yakuza waren zwei Familien anwesend: Die Hiroshi und die Tachiyama.

Die eine Familie Hiroshi befand sich im Inneren des Gebäudes und hatte, wie eine kurze Überprüfung ergab, zwei Nova auf ihrer Seite: Einen Telekineten, der für die sporadischen herumfliegenden Fahrzeuge verantwortlich war, sowie eine Person, die die Molekularstruktur ihres Körpers scheinbar in alles Mögliche verwandeln konnte.

Auf der anderen Seite befand sich die Familie Tachiyama, die von Außen versuchte, in das Gebäude einzudringen. Diese hatten auf ihrer Seite einen recht jung wirkenden Nova, der nur eine einzige Kraft zu haben schien: Energiegeschosse. Diese flogen immer wieder in das Gebäude hinein und hatten bereits mehrere tragende leicht Säulen beschädigt.

Maßnahmen

Gemeinsam mit den Sicherheitskräften entschied sich Esther für einige erste Schritte, um die Situation zu entschärfen:

Rückzug der Sicherheitskräfte

Die Sicherheitskräfte sollten sich weiter zurückziehen. An ihrer aktuellen Position waren sie zu sehr in Gefahr und konnten wenig ausrichten. Also wurden die Linien um 50 Meter weiter nach hinten verlegt. So konnte noch immer verhindert werden, dass Unbefugte auf den Platz kamen, aber die Gefahr für die Sicherheitskräfte war erheblich geringer.

Schaulustige

Ein weiteres Problem waren einige Schaulustige, die sich vor Ort sammelten. Diese schienen die Gefahr durch Querschläger und herumfliegende Fahrzeuge zu unterschätzen und wollten so nah wie möglich ans Geschehen. Aber die Verlegung der Polizeisperren half auch dabei, diese Personen weiter aus der Gefahrenzone zu bringen.

Frieden schaffen

Hikari versuchte unterdessen, die Lage am Gebäude selbst in den Griff zu bekommen. Dazu verursachte sie bei den Schützen der Personen im Gebäude große Angst, was diese dazu veranlasste, sich von den Fenstern, aus denen sie ständig schossen, zurückzuziehen.

Doch durch den nun fehlenden Druck von Innen konnten die Angreifer von Außen verstärkt vorrücken. Eines der Energiegeschosse des Nova traf dabei einen Stützpfeiler derart hart, dass ein Teil der Decke der Lobby einstürzte, woraufhin Chaos in der Lobby ausbrach.

Angriffe unterbinden

Dieses Chaos wollten die Angreifer von draußen Nutzen und vordringen, doch Manuel flog in genau diesem Moment auf die Angreifer draußen zu, um mit ihnen zu reden. Diese eröffneten das Feuer auf ihn, was aber wenig Erfolg hatte. Um weitere Angriffe, egal auf wen, noch sinnloser zu machen und damit vielleicht Gespräche zu ermöglichen, nahm Manuel daraufhin dem Metall auf dem Platz seine Härte und damit die Letalität. Beide Seiten feuerten noch ein wenig weiter, aber schon bald stellten sie fest, dass die Kugeln nicht mehr in das Eindrangen, was sie trafen, und schnell machte sich Ratlosigkeit breit.

Gespräche

Genau dieser Zustand war es, den die Hogo Kyodai gebraucht hatten, und zuerst Manuel und dann bald auch Esther begannen Gespräche mit den Personen, die sich als Anführer herauskristallisierten: Dem Nova, der seinen Körper verändern konnte und dem Energieschleuderer. Letzterer stellte sich als großer Fan von Nippontai heraus und war ganz aus dem Häuschen, mit dem Team sprechen zu dürfen.

Was ist passiert?

Bei dem Gespräch stellte sich heraus, dass die Oberhäupter beider Familien kürzlich ermordet worden waren und die jeweils andere Familie vermeintlich Schuld war und ihre Tat vor Ort signiert hatte. Und so ein Mord konnte natürlich nicht ungesühnt bleiben, weshalb es zum Konflikt gekommen war.

Warum dabei alle bisherigen Verhaltensweisen der Yakuza ignoriert wurden und ein Krieg angefangen wurde, bei dem Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen wurden, wusste keine der beiden Seiten so recht. Für das Team roch das alles nach einer weiteren Manipulation.

Burei

Und schon bald zeigte sich, dass der vermeintliche Manipulator auch noch vor Ort war. Denn von einem der Gebäude herab sprang alsbald der grüne Ronin - Burei - herab. Seine Landung war so wenig elegant wie gekonnt und er brach sie dabei jeden Knochen in seinem Körper. Diese begannen jedoch bald, sich wieder zusammenzusetzen.

Als er wieder soweit war, versuchte Burei erst zu behaupten, dass Manuel sein bester Kumpel sei, dann schwor er, mit der Sache nichts zu tun zu haben, dann versuchte er immer wieder durch kleine Stacheleien, die Situation erneut zu eskalieren. Aber alle Anwesenden ignorierten ihn weitestgehend, und so zog er irgendwann schmollend wieder von dannen.

Aufklärungsversuche

Nach und nach konnten sie die beiden Fraktionen davon überzeugen, dass die gleichzeitigen Morde ein zu großer Zufall waren und auch ansonsten einige Dinge einfach keinen Sinn ergaben. Esther ihnen an, mit ihren Kräften nach der Wahrheit zu suchen, wer die Morde wirklich begangen hatte. Um ihren guten Willen zu zeigen bot Hikari an, die Verletzten beider Parteien zu heilen und zog sich zur Realisierung ihres Angebots in das Gebäude zurück.

Waffenstillstand

Nach einige Diskussion gingen die beiden Familien darauf ein, und man verabredete sich für den nächsten Tag, diese Nachforschungen anzustellen. Für den Moment gab es keinen Grund, den Konflikt weiterzuführen. Und da auch niemand wollte, dass es zum Krieg mit der Polizei kam, durften die Truppen der Yakuza abziehen.

Nachdem dies friedlich stattgefunden hatte, ging Esther erneut zu den Polizisten, um mit Ihnen das weitere Vorgehen zu besprechen.

In der Zwischenzeit schrieb Hikari Hidana eine Nachricht mit dem Wortlaut "Alles gut gegangen. Mir geht es gut!"

Fluchtartiger Abgang

Als Esther zu den Polizisten kam, sah sie, dass die Kommissarin gerade telefonierte und dabei mehrfach verstohlen in ihre Richtung blickte. Irgendetwas stimmte nicht. Nachdem sie dann vor dem Einsatzfahrzeug stand, gab die Kommissarin dann auch den Befehl, sie zu verhaften. Offenbar waren Haftbefehle gegen alle Hogo Kyodai erlassen worden. Esther wich langsam und mit erhobenen Händen von dem Wagen zurück. Die Polizisten darin richteten ihre automatischen Waffen auf sie und forderten sie auch, sich sofort auf den Boden zu legen.

Bevor es zu schlimmerem kommen konnte, drehte Manuel den Wagen um 180°, so dass die Waffen aus dem Inneren Esther nicht mehr bedrohen konnten. Diese öffnete so schnell sie konnte ein Portal und alle drei flüchteten durch dieses zur Festung in den Wolken um dort herauszufinden, was eigentlich los war.

In der Zwischenzeit (09. Dezember 2005)

Am kaiserlichen Palast, vor dem Fall....

Ryu, O’Kage und Naginata gehen direkten Weges, alle Umstände militärischer Höflichkeit befolgend, in den Thronsaal und bitten den Kaiser zu sprechen, es sei dringend. Der Berater bittet sie, erst morgen wiederzukommen, denn der Kaiser habe sich bereits zurückgezogen. Ryu insistiert und erinnert den Berater, wer er ist. Der Berater bittet die Köpfe von Nippontai zu warten. Kurze Zeit später empfängt der Kaiser die drei in einem abgetrennten Konferenzraum und verlangt eine Erklärung für die späte Störung. Ryu bleibt höflich, ist aber wie versteinert. Er erklärt, dass Nippontai Indizien für eine Einmischung einer internationalen Gruppe hat, die auf Japans Grund und Boden gegen Attarashi Koka vorgehen. O’Kage will angeben, dass sie sicher einen Irrtum aufgesessen sind, aber wird von Ryu zum Schweigen gebracht.

Der Kaiser erklärt, dass, wenn es eine solche Truppe gäbe, die Informationen darüber nicht von Belang für die Arbeit von Nippontai sei. Ryus Stimme verhärtet sich und er bittet um Erklärung, ob Nippontai jemals Heimatland und Kaiser enttäuscht hätte. Das verneint der Kaiser, bestätigt aber nochmal, dass die Arbeit einer solchen Einheit nicht von Belang wäre. Nun schaltet sich Naginata ein und bekräftigt Ryus Frage mit der Begründung, dass, wenn es eine solche Truppe gäbe, es nur sinnvoll wäre, wenn die Aktionen untereinander abgestimmt wären. Darauf lächelt der Kaiser nur und entgegnet, dass es nun keinen Grund mehr gäbe, für Nippontai im Palast zu sein, da ja alle Unsicherheiten geklärt sind. Ryu hat sichtlich Schwierigkeiten, sich unter Kontrolle zu halten und verlangt nochmals eine Erklärung, droht sogar an, Nippontai auf dem Kyuden zu lassen, bis seine Frage geklärt ist „Eure Erhabenheit, wir lieben euch und das Heimatland, aber meine Truppen benötigen weitere Ausbildung und Training. Es wäre nicht gut für Japans Sicherheit, wenn Nippontai zwei Wochen in den Kasernen verbleibt“

Das nun erbost den Kaiser und er erwidert, dass Nippontai geschworen hat, Japan zu beschützen und dass Ryu sich vergesse. O’Kage verändert seine knieende Haltung leicht, so dass er das Gewicht auf dem rechten Bein hat. Den Leibwachen des Kaisers entgeht das nicht und sie wollen ihn entfernen. Der Kaiser jedoch, nun seinen Amtsanspruch bekräftigend „Ich bin der Abkömmling Amaterasus, ich bin der erste unter den ersten, ich bin Kaiser von Nippon. Nippontai ist das Schild und Schwert Japans und ich erwarte Gehorsamkeit gegenüber meinen Worten. Ihr dürft gehen. Und was diese Gruppierung angeht. Wenn es sie gäbe, überstiege das Wissen dazu eure Berechtigung."

Ryu: „O’Tenno-Hirohito. Ich kann Japan nur schützen, wenn ich weiß, was in meinem Land passiert“

Der Kaiser: „Es ist nicht von Belang für Nippontai“

O’Kage: „………“

Naginata: „Das ist nicht euer Ernst, oder?“

Ryu: „Dann wird Nippontai nun Japan schützen. Vor allen. Vor denen, die Dunkles im Geheimen treiben. Vor denen, die das Land und das Volk bedrohen. Und vor denen, die Ränkespiele wichtiger schätzen als Freiheit und Selbstbestimmung.“

Der Kaiser: „Ihr seid entlassen. Geht.“

.. auf dem Weg nach draussen, Naginata zu Ryu: „Du weißt, dass wir vielleicht noch 25 Minuten haben?“

Ryu: „Ja. Versetze Sanmittai in den Alarmzustand und Verteidigungsmodus. Informiere die Teams. Erreiche Miku in Kagoshima. Wir werden wohl nach Yakushima müssen“

O’Kage : „Auf interessante Zeiten!“

Ryu: „Ich bin der Führer im Licht, mein Waffenbruder. Du bist der Führer in den Schatten. Deine Zeit beginnt“

O’Kage: „Danke für das Vertrauen, Ryu-kun“

Festung in den Wolken (09. Dezember 2005)

Beschuss

Sofort nach Durchschreiten des Portals wurde klar, dass hier etwas nicht stimmte. Mehrere Militärhubschrauber kreisten über dem Vorplatz, auf den das Portal geführt hatte. Und einer von ihnen eröffnete das Feuer auf die Neuankömmlinge. Die Kugeln hätten auch sicherlich Esther und Hikari schweren Schaden zugefügt, aber Manuel brachte seinen metallenen Körper zwischen sich und seine beiden Teamgefährtinnen und hielt so die meisten Kugeln von ihnen fern.

Ins Innere

Um weiterem Beschuss zu entgehen und erst einmal festzustellen, was überhaupt los war, öffnete Esther schnell ein weiteres Portal. Dieses führte ins Innere der Festung, wo die Gefährten erst einmal sicherer waren.

Im Inneren angekommen erfuhr Esther von einigen Soldaten, dass diese auch nicht genau wussten, was los war. Vor wenigen Minuten waren die Militärhubschrauber - ganz offensichtlich zum japanischen Militär gehörig - aufgetaucht und hatten das Feuer eröffnet. Niemand wusste, wer momentan eigentlich das Sagen hatte und die ganze Verteidigung wirkte recht chaotisch.

Sanmiittai

Anweisungen

Dann wandte sich Esther an Sanmiittai und befahl diesem, in den vollen Verteidigungsmodus zu gehen. Und schon kurze Zeit später hörte man mehrere Explosionen und das Feuer aus den Hubschraubern verstummte erst einmal. Sanmiittai hatte die Geschütztürme ausgefahren und die Hubschrauber vom Himmel geholt.

Auf eine entsprechende Nachfrage Esthers gab Sanmiittai zu verstehen, dass der Notfallplan für derartige Situationen vorsah, in die Sekundärbasis südlich Kyūshū, genauer Yakushima, zu fliehen. Zuerst sollte jedoch eine Kopie von Sanmiittai heruntergeladen werden.

Download

Esther beschloss, dem Plan zu folgen und sie ließ sich die entsprechenden Maßnahmen erklären. Dann begab sie sich in den Keller der Festung, teleportierte sich an einigen Sicherheitschotts vorbei, und gab den Anwesenden und völlig verängstigten Technikern die Anweisung, die gewünschte Kopie herunterzuladen und transportfertig zu machen. Die Techniker waren offensichtlich froh, endlich Anweisungen von jemandem zu erhalten, der scheinbar wusste, was der Plan war, und gingen an die Arbeit.

Schnell wurde aber ersichtlich, dass sie dafür gute 20 Minuten brauchen würden. Eine lange Zeit in der momentanen Situation. Es war fraglich, ob so viel Zeit bleiben würde.

Verteidigung

Während Esther sich um eine mögliche Evakuierung kümmerte und diese vorbereitete, gingen Hikari und Manuel, den Verteidigern der Festung zur Hand.

Zu Boden

Während die menschlichen Verteidiger ihre liebe Mühe damit hatten, die Angreifer abzuwehren, tauchte mit einem Mal aus einem Schatten an der Burgmauer O'Kage auf. Er war mit seinen Schwertern bewaffnet und schnitt sich damit gnadenlos und effektiv durch die Reihen der Feinde. Für einen Moment schien es, als gäbe es doch noch eine Chance, den Kampf um die Festung zu gewinnen.

Doch dann tauchten drei weitere Hubschrauber auf und setzten zur Landung an. In einem davon wurde eine Energiewaffe ausgerichtet, die keiner der Gefährten jemals gesehen hatte. Die Waffe feuerte und traf O'Kage, der schwer verwundet in die Knie ging.

In diesem Moment griff Manuel ein und schleuderte eben diesen Hubschrauber mittels Magnetokinese in auf den zweiten Hubschrauber, der über die gleiche Bewaffnung verfügt hatte. Die Waffen waren so ausgeschaltet, aber der Schaden bereits angerichtet. O'Kage war so nicht mehr in der Lage zu kämpfen. Aber er war auch nicht bereit, aufzugeben. Er konzentrierte sich, atmete scheinbar die Schatten in seiner Umgebung ein und schien um einen halben Meter zu wachsen. Die Gefährten spürten eine gewaltige Quantenexplosion von ihm ausgehen. Er hatte gerade seine Grenzen überschritten - auf eine Art und Weise, die niemand der Anwesenden begreifen konnte. O'Kages Klingen wirkten mit einem Mal fast wie die obsidianen Klingen seines "Bruders" Kuroi Kiri und er selbst war erfüllt von neuer Kraft und begann erneut, in den Reihen der Gegner zu wüten.

An seiner Seite kämpften Sandra Akihito und Manuel. Der Kampf war verzweifelt, aber Aufgeben war keine Option.

In der Luft

Während O'Kage den Kampf am Boden führte, tobte auch über der Festung in den Wolken ein Kampf. Sowohl Ryu als auch Naginata befanden sich offenbar dort.

Von Naginata war auf den ersten Blick wenig zu sehen, aber oft genug gingen in die Reihen der Angreifer Blitze nieder. Oder anfliegende Hubschrauber wurden von Blitzen getroffen und musste abdrehen oder crashten.

Ryu hingegen war mehr als sichtbar und wehrte mit seinem gewaltigen Drachenkörper massenhaft anfliegende Feinde ab. Nichts, das dort oben war, schien im etwas anhaben zu können. Doch mit einem Mal ertönte ein schmerzerfüllter und ohrenbetäubender Schrei aus seiner Richtung. Er war von einem Bolzen getroffen worden. Doch die Suche nach einem Angreifer war vergebens. Die Augen des Drachen konnten nicht ausmachen, was ihm solche Schmerzen zugefügt hatte.

Vielleicht durch ihre größere Erfahrung mit dieser Technologie konnten jedoch die Hogo Kyodai ein Schimmern in der Luft sehen, das sie als unsichtbaren Flieger erkannten. Donahue und seine Leute waren auch anwesend. Und Donahue selbst legte mit seiner Armbrust bereits erneut auf Ryu an. Esther suchte nach den Gedanken des Piloten und fand diese auch. Sie unterwarf den Geist des Mannes ihrem eigenen und zwang so den Flieger zum Abdrehen. Mit einem laut fluchenden Donahue an Bord entfernte sich auch diese Gefahr wieder.

Doch so sehr sich die Truppen von Nippontai auch bemühten, es wurde jedem von ihnen schnell klar, dass dieser Kampf nicht zu gewinnen war. Der Feind bekam stetig Nachschub, hatte sich auf diesen Tag speziell vorbereitet. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Festung fallen würde.

Unerwartete Hilfe

Als die Lage einmal mehr verzweifelter wurde, tauchte im Tor der Festung plötzlich ein wohlbekanntes Trio auf: Shinigami, Daitora und Okura No Oni. Sie fragten Hikari und Manuel, ob diese Hilfe gebrauchen könnten. Hikari war sich bewusst darüber, dass dies wohl den Gefallen kosten würde, den das Trio ihr aktuell noch schuldete. Aber bevor sie sich im Klaren darüber werden konnte, ob sie diesen Preis zu diesem Zeitpunkt zahlen wollte, kam ihr Manuel zuvor, indem er verkündete, dass er die Hilfe in diesem Moment nicht ablehnen würde.

Daraufhin griffen auch diese drei Attarashi Kokka in das Gefecht ein und verschoben die Kräfteverhältnisse wieder ein wenig zu Gunsten Nippontais. Doch auch diese Verschnaufpause sollte nicht von Dauer sein.

Friede!

Im weiteren Verlauf sah Hikari, dass ein weiterer Kampf nur einen Ausgang haben konnte. Noch dazu spürte sie das unsagbare Leid, das auf beiden Seiten des Konfliktes zu finden war. Unzählige Menschen lagen schwer verwundet oder tot im Hof der Festung. Dieser Ort, der eigentlich ein Ort der Hoffnung und des Schutzes sein sollte, wurde zu einem Friedhof und einem Ort des Leids.

Sie konnte nicht länger mit ansehen, wie all diese Menschen starben. Dieser Kampf war falsch und er musste enden.

Zum zweiten Mal in ihrem Leben öffnete sie sich völlig dem Quantenraum. Sie brauchte mehr Kraft, als sie hatte. Mehr Energie, als ihre Reserven hergaben. Und die Aufgabe war dieses Opfer mehr als Wert.

Mit einem Schrei ging eine Welle von ihr aus, die fast sichtbar durch die Massen der Kämpfenden ging. Angreifer und Verteidiger gleichermaßen wurden von ihr erfasst und mit einem Mal verging ihnen allen die Lust am Kampf. Stille breitete sich am Boden aus. Gefolgt von Verwirrung. Doch dann kamen erste Befehle und beide Seiten sammelten ihre Verletzten und zogen sich erst einmal zurück.

Für unsere Gefährten hieß das: Zurück ins Innere der Festung.

Ursachenforschung

Esther nutzte diese kurze Verschnaufpause auch, um bei O'Kage erst einmal in Erfahrung zu bringen, was überhaupt geschehen war. Sie erfuhr, dass ihre zweite Vision der Sache schon recht nahe gekommen war. Ryu war vor den Kaiser getreten und hatte eine Erklärung gefordert. Als er diese erhielt, erzürnte sie ihn nur noch mehr und die Wachen des Kaisers brachten diesen in Sicherheit, bevor Ryu seine Fassung verlieren konnte und den Kaiser womöglich angegriffen hätte.

Und noch während das Führungstrio von Nippontai noch auf dem Rückweg zur Festung gewesen war, wurde diese bereits angegriffen.

Evakuierung

Schon während die Kämpfe draußen tobten, hatte Esther sich die Koordinaten der Basis auf Honshu geben lassen und das Personal in der Festung angewiesen, alles, was wichtig und beweglich war, heranzuschaffen. Dann hatte sie begonnen, das Personal und die Ausrüstung zu evakuieren. Und auch die Kopie von Sanmiittai war rechtzeitig fertig geworden und befand sich bereits auf Yakushima. Es fehlten nur noch die Mitglieder von Nippontai selbst.

Ryu

Das nächste Ziel war, Ryu zur Besinnung zu bringen. Er befand sich noch immer am Himmel und kämpfte. Und er würde auch nicht aufhören, so lange noch Gegner vor Ort waren.

Tenchi

Eine Gegnerin war dabei für alle Anwesenden besonders überraschend: Tenchi. Die ehemalige Botin des Teams war mit ihren Feurigen Schwingen aufgetaucht und hatte Ryu angegriffen. Und, was niemand für möglich gehalten hätte, sie schien ihm einen ausgeglichenen Kampf zu liefern.

O'Kage entschied, dass Ryu geholfen werden müsse, und so brachen er, Naginata, Manuel und Hikari auf. Der Plan war, dass Hikari Tenchi die Lust zu Kämpfen nahm und Naginata und O'Kage dann Ryu in die Festung holen wollten. Manuel ging mit, um Hikari zu schützen. Und auch, um sie überhaupt zum Ort des Geschehens zu bringen, denn selbst hatte sie nicht mehr genug Kraft dazu. Und auch wenn Manuels Kräfte sich ebenfalls langsam aber sicher dem Ende zuneigten, so reichte es doch dazu noch.

So stiegen sie zu viert in den Himmel auf und näherten sich dem Kampfgeschehen. Hikari versuchte, zu Tenchi vorzudringen, aber zu stark war deren Wille, zu groß der Konflikt zwischen ihr und Ryu und so prallte Hikaris Versuch wirkungslos ab.

Also blieb nur eines: Tenchi musste ausgeschaltet werden. O'Kage, Naginata und Ryu griffen sie gemeinsam an. Manuel hatte noch immer Hikari bei sich und konnte nicht direkt eingreifen. Doch wieder immer erwies sich Tenchi als überraschend kampfstark. Wieder und wieder gelang es ihr, den Angriffen auszuweichen. Sie kam auch nicht mehr wirklich dazu, Angriffe anzusetzen, aber es war ihr auch nicht beizukommen. Und die Zeit drängte. Manuel beobachtete den Kampf und entschied sich, im entscheidenden Moment einzugreifen.

Als Ryu Tenchi wieder einmal mit einem mächtigen Hieb seiner Drachenpranke angriff, wollte diese wie üblich ausweichen. Aber mit einem Mal verkrampften sich alle ihre Muskeln und sie blieb fast erstarrt in der Luft hängen. Mit Schrecken weiteten sich ihre Augen, bevor sie von der Pranke getroffen wurde und in den über dem Berg hängenden Nebel geschleudert wurde. Manuels erst kürzlich erlernte Fähigkeit, Muskeln mit einem gezielten EM Impuls lahmzulegen, hatte ihre Wirkung nicht verfehlt.

K.O.

Doch auch nachdem Tenchi bezwungen war, wollte Ryu noch immer nicht aufhören. O'Kage und Naginata war dies bereits vorher bewusst gewesen, denn statt mit ihm zu reden, griffen sie ihn an. Nur in bewusstlosem Zustand würde es möglich sein, ihn von hier fort zu bringen. Doch die Haut des Drachen war zu fest. Denn obwohl er den Angriffen nicht einmal auswich, schienen ihn diese auch wenig zu beeindrucken.

Manuel brachte Hikari zurück auf den Boden, dann flog er von hinten an Ryu heran und wartete auf einen Moment, in dem sowohl O'Kage als auch Naginata angriffen. Als genau so ein Moment kam, flog auch er von hinten an Ryu heran und rammte ihm seine stählerne Faust an die Schädelbasis. Und gemeinsam hatten die Angriffe tatsächlich Erfolg. Der Drache ging zu Boden und blieb bewusstlos liegen - in seiner Drachengestalt!

Flucht

Diese wog viel zu viel, als das sie ohne weiteres zu bewegen gewesen wäre. Zumindest nicht von den bisher am Kampf beteiligten. Also wurde Kyojin gerufen, der sich bisher im Hintergrund gehalten hatte. Er wuchs zu seiner vollen Größe heran und schaffte es tatsächlich, Ryu durch das Portal zu werfen.

Damit war alles getan, was getan werden konnte, und die Gefährten verabschiedeten sich ein letztes Mal von der Festung. Dann gaben O'Kage und Naginata die Autorisation zur Selbstzerstörung/Abschottung und sie alle schritten durch das Portal in eine ungewisse Zukunft.

Im Untergrund (09. Dezember 2005)

Ankunft in der Höhle

Auf der anderen Seite des Portals traten sie in eine Höhle, die natürlichen Ursprungs zu sein schien. Aber auch die Handschrift menschlicher Bearbeitung war deutlich zu sehen. Mitgebrachte Scheinwerfer erleuchteten die Höhle nur unzureichend und überall standen verängstigte und verwirrte Angestellte und Soldaten herum. Erst medizinische Versorgungen wurden ebenfalls bereits durchgeführt.

Sanmiittai

Der erste Weg O'Kages - und damit auch Esthers - führte auf direktem Weg aus der Höhle hinaus durch einen künstlich geschaffenen Gang hin zu einer Art Zentrale. Diese war ganz eindeutig eine kleinere Version des großen Versammlungsraumes, in dem sich vor einigen Monaten alle Hojo Butai Teams versammelt hatten. Dort angekommen speiste O'Kage die Kopie von Sanmiittai in das System der Basis ein, woraufhin diese zum Leben erwachte. Lichter gingen an, Generatoren liefen hoch, und die Computerbildschirme begannen damit, Statusmeldungen von sich zu geben.

Erste Anweisungen

Währenddessen stand der Rest der Flüchtlinge, denn genau das waren sie nun alle, verloren in der großen Halle herum. Manuel hatte einen seiner seltenen menschlichen Momente und erkannte, dass sie Menschen hier im Moment nicht alleine gelassen werden durften mit ihren Gedanken. Denn was auch immer sie sich dann ausmalten, war weit schlimmer, als es die Realität sein würde. Also trat er an Naginata als höchstes noch anwesendes Mitglied von Nippontai heran und bat um Befehle. Diese erkannte seine Absicht nicht und erst nach erneuter Frage mit deutlichem Blick in Richtung der Masse an Menschen ging ihr auf, was zu tun war.

Sie befahl den Leuten, die Ausrüstung zu verstauen. Weitere Erklärungen und Maßnahmen würde es später geben. Damit hatten die Menschen erst einmal wieder etwas zu tun und wurden so davon abgehalten, sich weiter negative Gedanken zu machen.

Rückzug

Auch den Hogo Kyodai wurden Zimmer zugewiesen. Hikari und Manuel zogen sich auch bald auf ihre zurück und brachen jeweils erschöpft zusammen. Körper und Geist waren gleichermaßen am Ende angelangt.

Esther hingegen suchte den Ausgang der neuen Festung und fand sich an einem Sandstrand wieder. Der Blick auf das Meer und auf den kalten und klaren Himmel gaben ihr ein wenig Ruhe und Kraft und sie legte sich am Strand nieder und blickte auf die Sterne über sich.

Ansprache

Doch schon bald wurden die Gefährten wieder von der Situation eingeholt. Hikari wurde von O'Kage in ihrem Zimmer abgeholt geholt, Manuel von Naginata aus ihren Zimmern befohlen. Zusammen gingen sie hinaus an den Strand, wo Esther im warmen Sand lag und in die Sterne starrte. Auch die anderen Flüchlinge hatten sich dort versammelt. Es sollte, noch bevor die Ungewissheit zu groß wurde, eine Ansprache zur momentanen Lage geben. Auf dem Weg nach draussen fiel Hikari auf, dass Ryu stehts ein paar Schritte hinter O'Kage ging.

O'Kage war es, der sein Wort an die versammelte Masse richtete und erklärte, dass sie alle betrogen worden waren. Dass der Kaiser die Kontrolle über Japan in die Hand einer ausländischen Gruppierung mit dem Namen "Die Direktive" gelegt hatte und sie alle nur benutzt worden waren. Aber damit war nun Schluss und sie waren nun frei von Lügen. Und sie würden ihre Aufgabe - der Schutz Japans und der Menschen, die dort lebten - von hier aus weiter erfüllen.

Die Hogo Kyodai wurden ausdrücklich als diejenigen benannt, die die Flucht hierher überhaupt erst möglich gemacht hatten und O'Kage dankte ihnen dafür. Auch gab er bekannt, dass für den Moment er die Leitung von Nippontai kommissarisch übernehmen würde, bis Ryu wieder in der Lage war, sein Amt zu erfüllen.

Während der Ansprache spendete Manuel noch sein letztes bisschen Kraft an Hikari und diese nutzte diesen Rest, zusammen mit dem Rest, der ihr selbst geblieben war, um ein Gefühl der Hoffnung, das durch die Ansprache ohnehin geweckt worden war, etwas zu verstärken.

Als letztes stellte er noch jedem Anwesenden frei, am morgigen Tag die Höhlenfestung zu verlassen. Alle Erinnerungen an die Arbeit für und mit Nippontai würden gelöscht werden. Dabei ging sein Blick fast unmerklich in Richtung Esther, denn ohne Miko, von der bisher jede Spur fehlte, war sie die einzige, die dazu in der Lage sein würde.

Kontaktversuch

Nach der Ansprache fragte Esther bei O'Kage nach dem Status der anderen Hojo Butai Teams, aber O'Kage wusste dazu wenig zu sagen. Sie hatten kaum Gelegenheit gehabt, diese zu warnen, denn die Kommunikation aus der Festung heraus war gestört gewesen. Aber zumindest eines der Teams kannte Esther ja persönlich, und so versprach sie zu dem Team von Hokkaido am nächsten Morgen telepathischen Kontakt aufzunehmen.


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